, Volume 39, Issue 5, pp 371-375

Advance directives: prerequisites and usefulness

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Summary

Advance directives allow competent persons to extend their right of self-determination into the future, by recording choices that are intended to influence their future care should they become unable to make choices. They are considered tools to facilitate end-of-life decision making. Advance directives are a form of anticipatory decision-making. This article will focus on instruction directives against a certain treatment, so-called advance refusals. The most important legal requirement is the acknowledgement of patient autonomy. This condition is met in all European countries. The legal uncertainties surrounding advance refusals are focused on practical modalities rather than on the validity of the general principle. According to leading ethics the underlying moral rule of advanced directives is that all truly autonomous refusals of treatment must be respected, no matter what the consequences. Physicians find it hard to adhere to the wishes and choices of patients as expressed in directives. They find the text ambiguous. Another weakness is that directives give little information about what in the patient’s view constitutes a good quality of life. Some health professionals lack the willingness to step outside their own value systems and fully embrace that of the patient. Empathic skills are required. Very few persons create an advance directive. Furthermore, of the created directives only some are accessible when patients are admitted to hospital. However, when directives are available they usually influence medical treatment decisions.

Zusammenfassung

Patientenverfügungen erlauben geistig klaren Menschen, ihr Recht auf Selbstbestimmung in die Zukunft auszudehnen. Sie können ihre Wünsche in Bezug auf zukünftige Pflege festlegen, wenn sie einmal nicht mehr in der Lage sind, selbstbestimmt zu entscheiden. Diese Verfügungen sind gedacht, Entscheidungen am Lebensende zu erleichtern. Der Artikel fokussiert auf die Verfügungen, die gegen eine bestimmte Behandlung gerichtet sind, sog. Verweigerungen im Voraus (advance refusals). Eine legale Voraussetzung für Patientenverfügungen ist das Anerkennen der Patientenautonomie. Dies trifft in allen europäischen Ländern zu. Die gesetzlichen Unsicherheiten hinsichtlich schriftlicher Patientenverweigerungen beruhen eher auf praktischen Modalitäten, als auf der Verneinung des allgemeinen Prinzips der Patientenautonomie. Dieses beruht auf ethischen Vorstellungen dass alle wirklich autonom getroffenen Verweigerungen von Behandlungen respektiert werden müssen, unabhängig von den Konsequenzen. Ärzte finden es schwierig, den Wünschen und der Wahl der Patienten zu folgen, wie sie in Patientenverfügungen ausgedrückt werden. Häufig finden sie den verfassten Text zweideutig. Eine weitere Schwäche der Verfügungen liegt darin, dass der Text wenig Information darüber enthält, was Patienten unter einer guten Lebensqualität verstehen. Einige Ärzte sind nicht bereit, ihr eigenes Wertesystem abzulegen und das der Patienten zu akzeptieren. Hier ist Einfühlungsvermögen notwendig. Sehr wenige Menschen verfassen Patientenverfügungen, darüber hinaus sind diese Patientenverfügungen selten zugänglich, wenn die Patienten akut in ein Krankenhaus eingewiesen werden. Sind sie jedoch verfügbar, beeinflussen sie normalerweise die Entscheidung über medizinische Diagnostik und Behandlung.