, Volume 111, Issue 6, pp 543-547
Date: 28 Sep 2013

Weitwinkelfundusautofluoreszenz bei nichtinfektiöser Uveitis posterior

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Zusammenfassung

Hintergrund

Die posteriore Uveitis umfasst eine heterogene Krankheitsgruppe entzündlicher Veränderungen des hinteren Augenabschnitts und stellt eine häufige Erblindungsursache dar. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den diagnostischen Informationsgehalt der Weitwinkelfundusautofluoreszenz (FAF) bei Patienten mit posteriorer nichtinfektiöser Uveitis und chorioretinalen Veränderungen zu untersuchen.

Material und Methoden

Es wurden 73 Augen von 51 Patienten mit nichtinfektiöser posteriorer Uveitis untersucht. Bei allen eingeschlossenen Patienten wurde die bestkorrigierte zentrale Sehschärfe bestimmt, eine Weitwinkelfarb- und FAF-Aufnahme mit dem Weitwinkel-Scanning-Laser-Ophthalmoskop (SLO) Optomap P200Tx (Optos PLC, Dunfermline, Fife, Scotland, UK) gemacht und eine vollständige ophthalmologische Untersuchung durchgeführt. Im Anschluss erfolgte eine systematische Auswertung der in den FAF- und Farbaufnahmen nachgewiesenen chorioretinalen Veränderungen. Der Stellenwert der Weitwinkel-FAF im Vergleich zum klinischen Befund bzw. Weitwinkelfarbaufnahmen wurde evaluiert.

Ergebnisse

Es hatten 52 der 73 eingeschlossenen Patientenaugen periphere Veränderungen. In 32 Fällen zeigten Weitwinkel-FAF-Aufnahmen mehr und auch ausgedehntere chorioretinale Veränderungen als die entsprechenden Weitwinkelfarbaufnahmen des hinteren Augenfundus.

Schlussfolgerung

Nach unserer Beobachtung zeigen Weitwinkel-FAF-Aufnahmen häufig mehr sichtbare chorioretinale Veränderungen als funduskopisch oder im Farb-SLO sichtbar wären. Weitwinkel-FAF-Aufnahmen bieten also wichtige zusätzliche Informationen bei der Erfassung und Dokumentation peripherer und zentraler chorioretinaler Veränderungen.

Abstract

Background

Posterior uveitis comprises a heterogeneous group of diseases with inflammatory alterations of the posterior fundus and is a common cause of visual impairment and blindness. The goal of this study was to evaluate the diagnostic value of wide-field fundus autofluorescence (FAF) in patients with non-infectious posterior uveitis and chorioretinal alterations.

Material and methods

In this study 73 eyes from 51 patients were included. Best-corrected visual acuity, wide-field color and FAF images achieved by a wide-field scanning laser opththalmoscope (SLO, Optomap P200Tx, Optos PLC, Dunfermline UK) and a full ophthalmological examination were obtained from each patient. A systematic analysis of chorioretinal alterations detected with FAF and color images was conducted followed by the evaluation of the diagnostic information of wide-field FAF compared to the clinical finding and wide-field color images.

Results

Of the 73 eyes included in the study 52 showed peripheral alterations. In 32 cases wide-field FAF images revealed a greater number and more extensive chorioretinal alterations than the corresponding wide-field color images of the posterior fundus.

Conclusions

In this study wide-field FAF images showed more chorioretinal alterations than seen in funduscopy or in color SLO images. Therefore, wide-field FAF images offer important additional information for detection and documentation of peripheral and central chorioretinal alterations.

Lukas Reznicek und Florian Seidensticker haben gleichermaßen zu dieser Studie beigetragen.
Die Inhalte dieses Beitrags wurden bereits im Rahmen eines Vortrags während des DOG-Kongresses 2012 vorgestellt.