, Volume 109, Issue 6, pp 563-567
Date: 16 Jun 2012

Anmerkungen zur Pathogenese des Morbus Behçet

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Zusammenfassung

Die Ätiologie und Pathogenese des Behçet-Syndroms (Morbus Behçet) sind bisher nicht geklärt. Postuliert wird eine multifaktorielle Genese, die – ausgelöst durch ein möglicherweise infektiöses Agens – bei Vorliegen einer genetischen Disposition (HLA-B51) zu einer generalisierten Vaskulitis führt. Eine überschießende Reaktion des angeborenen, später auch erworbenen Immunsystems u. a. gegen „Heat-Shock-Proteine“ schließt sich vermutlich sekundär an. In diesem Beitrag wird eine kurze Zusammenfassung jüngster Ergebnisse gegeben. Sie sollen v. a. im Hinblick auf neue therapeutische Möglichkeiten und klinisch relevante Perspektiven dargestellt werden.

Abstract

The etiology and pathogenesis of Behçet’s syndrome remains unclear. It has been postulated that an infectious agent may induce an immune-mediated, generalized vasculitis in genetically predisposed individuals (HLA-B51 +). There is accumulating evidence that an abnormality of the innate and adaptive immune response, e.g. directed against heat shock proteins plays an important role in Behçet’s syndrome. This article is intended to evaluate the more recent knowledge on this disorder and evaluate new therapeutic options.