, Volume 104, Issue 2, pp 105-106

Von-Hippel-Lindau-Syndrom

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Wollte man die Einführung des Leitthemas „Von-Hippel-Lindau-Syndrom“ möglichst originell gestalten, müsste eigentlich auf eine Darstellung dessen Entdeckungsgeschichte verzichtet werden. Gerade bei der Von-Hippel-Lindau-Erkrankung (VHL-Erkrankung) verbietet sich dies jedoch, weil der Weg, der von verschiedenen Klinikern und Forschern zurückgelegt wurde, bis das Krankheitsbild klar umrissen und die Ursache erkannt worden war, die Komplexität dieses Syndroms und die daraus resultierende, notwendige Zusammenarbeit von Ärzten unterschiedlicher Disziplinen und Patienten widerspiegelt.

Das Auge und das Zentralnervensystem sind die am häufigsten befallenen Organe beim VHL-Syndrom. Es ist deshalb keine Überraschung, dass mit Eugen von Hippel ein Augenarzt vor inzwischen 102 Jahren die erste detaillierte Beschreibung einer familiär gehäuft auftretenden Tumorerkankung der Netzhaut beschrieb [1]. Danach dauerte es knapp 20 Jahre, bis der Schwede Arvid Lindau entdeckte, dass die von Eugen von Hippe ...