, Volume 103, Issue 6, pp 461-462

Bevacizumab-Therapie im „Off-label use“ bei der neovaskulären altersabhängigen Makuladegeneration

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Seit der ersten Monographie zur altersabhängigen Makuladegeneration durch Junius u. Kuhnt im Jahre 1926 [6] galt die neovaskuläre AMD als eine nicht oder in den vergangenen 30 Jahren nur palliativ behandelbare Erkrankung, die zu einer dauerhaften und hochgradigen Sehbehinderung älterer Menschen führt.

Bereits im Jahr 1948 postulierte Michaelson einen ‚Faktor X’, der – retinalen Ursprungs – Neovaskularisationen im Auge induzieren kann [8]. Allerdings gelang es erst in den 70er Jahren, Moleküle mit Eigenschaften wie die der hypothetischen Substanz von Michaelson zu identifizieren. Insbesondere die Arbeiten von Judah Folkman [2] öffneten nicht nur in der Tumortherapie die Tür für das tiefere Verständnis pathophysiologischer Vorgänge als Voraussetzung für die Entwicklung neuer therapeutischer Strategien.

Der von Senger [10] 20 Jahre später isolierte und charakterisierte Faktor (VPF/VEGF) stellte sich dabei nicht nur als der zentrale Mediator für die Gefäßneubildung im Rahmen des Tumorwachstu