, Volume 42, Issue 6, pp 434-441
Date: 02 May 2013

Spastische Fußdeformitäten im Kindesalter

Rent the article at a discount

Rent now

* Final gross prices may vary according to local VAT.

Get Access

Zusammenfassung

Die Hirnschädigung bei der Zerebralparese ist nicht progredient, die peripheren Auswirkungen am Skelettsystem sind aber durch die Einwirkung des Wachstums und der Schwerkraft wechselnd. Bei der Analyse spastischer Fußdeformitäten müssen die unterschiedlichen Mechanismen, die zur jeweiligen Deformität führen, berücksichtigt werden. Operative Verfahren haben zum Ziel, Deformitäten zu korrigieren und ausreichend Kraft und Stabilität wiederherzustellen, funktionelle Beweglichkeit zu erhalten und ein Muskelgleichgewicht zu schaffen. Die häufigsten spastischen Fußdeformitäten sind der Spitzfuß, der Knick-Plattfuß, der Klumpfuß und der Hackenfuß. Für die Therapie kommen Weichteiloperationen wie Muskelverlängerungen und -verlagerungen und knöcherne Operationsverfahren wie Osteotomien und Arthrodesen zum Einsatz. Oft sind Kombinationen dieser Verfahren erforderlich. Postoperativ erfolgt zunächst eine Ruhigstellung im Unterschenkelgips. Anschließend sind temporär Funktions- und Lagerungsorthesen notwendig, um das erreichte Ergebnis zu schützen.

Abstract

Although the neurological defects associated with cerebral palsy are not progressive, secondary musculoskeletal disorders due to growth and gravity are variable. In the clinical analysis of spastic foot deformities different mechanisms that produce a variety of deformities have to be analyzed. The goals of surgical treatment are correction of the deformity, reestablishment of stability of the foot and preservation of functionally important ranges of motion and muscle strength. The most common spastic foot deformities are equinus, planovalgus, equinovarus and calcaneus. For treatment soft tissue surgery, such as muscle lengthening and transfer together with bone surgery, such as osteotomy or arthrodesis are used and combinations of these methods are often required. Subsequently postoperative plasters are necessary followed by dynamic orthotic management.