, Volume 45, Issue 2, pp 112-118
Date: 01 Feb 2012

Kardiologische Erkrankungen in der Schwangerschaft

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Zusammenfassung

Kardiologische Erkrankungen in der Schwangerschaft haben großen Einfluss auf die maternale und perinatale Morbidität und Mortalität. Sie führen in westlichen Industrieländern bei 0,2–4% aller Schwangerschaften zu Komplikationen. Die meisten Herzerkrankungen sind kongenitalen Ursprungs, etwa ein Viertel ist erworben. Die Anzahl der Patientinnen mit kardiovaskulären Problemen in der Schwangerschaft nimmt zu. Gründe sind einerseits die verbesserten Behandlungsoptionen bei angeborener Herzerkrankung, wodurch mehr Erkrankte ein reproduktives Alter erreichen, andererseits die steigende Prävalenz an kardiovaskulären Risikofaktoren, wie Diabetes, Übergewicht und Bluthochdruck. Aufgrund der kardiovaskulären Adaptation in der Schwangerschaft entsteht eine zusätzliche kardiale Belastung. Durch eine adäquate interdisziplinäre Betreuung von Risikopatientinnen in einem entsprechenden Zentrum kann die Morbidität und Mortalität, die mit kardiovaskulären Erkrankungen während der Schwangerschaft assoziiert ist, deutlich gesenkt werden.

Abstract

Cardiovascular disease has a significant impact on maternal and fetal morbidity and mortality. At present 0.2–4% of all pregnancies in western industrialized countries are complicated by cardiovascular diseases. Most are congenital heart diseases and approximately 25% are acquired. The number of patients who develop cardiac problems during pregnancy is increasing. Reasons are the improved treatment of congenital heart disease resulting in a growing number of women reaching childbearing age as well as the increasing prevalence of cardiovascular risk factors such as obesity, diabetes or hypertension. In a setting of interdisciplinary management of risk patients in specialized centers morbidity and mortality associated with problems of the cardiovascular system during pregnancy can be significantly reduced.