, Volume 42, Issue 7, pp 516-521
Date: 25 Jun 2009

Zukünftige Entwicklungen der Reproduktionsmedizin

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Zusammenfassung

Die Zukunft der Reproduktionsmedizin wird von den Techniken zur besseren Beurteilung des Implantations- und Entwicklungspotenzials von Keimzellen und Embryonen sowie der Implantationsfähigkeit des Endometriums bestimmt. Dies wird zur Weiterentwicklung milder Stimulationsprotokolle mit einem geringeren Überstimulationsrisiko und einer geringeren Rate an Mehrlingsschwangerschaften führen. Es bedeutet aber auch eine differenzierte Selektion der Keimzellen und Embryonen, um im Idealfall einen einzelnen Embryo transferieren zu können, ohne die Schwangerschaftsraten zu senken. Diese im Ausland beforschten Techniken und die daraus abgeleitete Selektion von Embryonen sind mit dem deutschen Embryonenschutzgesetz meist nicht vereinbar. Weiterhin arbeitet die Forschung intensiv an der Gewinnung von Keimzellen auch bei einem ungenügenden Keimzellreservoir der Betroffenen mit Hilfe von In-vitro-Kultivierung und den Techniken der Stammzellforschung. Die Erzeugung von menschlichen Keimzellen in vitro aus asserviertem Ovarialgewebe hat und wird eine grundlegende ethische Debatte auslösen.

Abstract

The future of reproductive medicine will be determined by techniques for a careful gamete or embryo selection. This offers the opportunity for mild hormonal stimulation protocols and a high rate of single embryo transfers without decreasing pregnancy rates. Most of these techniques are not compatible with the German Embryo Protection LawAct, but are used in foreign countries. Another aim of research in reproductive medicine is the creation or development of mature germ cells by means of new in vitro culture systems or by means of stem cell research. This will lead to an extensive ethical debate.