, Volume 51, Issue 12, pp 1751-1758
Date: 18 Nov 2012

Die Ergebnisse der ERSPC 2012

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Leserbrief

C. Schaefer1, L. Weißbach2

1Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin, Berlin

2Stiftung Männergesundheit, Berlin

Das Grundproblem der Kommunikation von Risiken besteht für Gerd Gigerenzer im ärztlichen Verständnis von Zahlen und Statistiken [11]. Darin sieht er die Ursache dafür, dass Ärzte die Maßnahmen zur Früherkennung von Tumoren überbewerten. Damit die Diskussion um die PSA-gestützte Früherkennung in diesem Sinne von Verständnis und ärztlichem Sachverstand getragen wird, werden nachfolgend die aktuellen Ergebnisse der ERSPC („European Randomized Study of Screening for Prostate Cancer“) erläutert und bewertet [9].

Die Ausgangssituation

2009 wurden die widersprüchlichen Ergebnisse der beiden größten Screeningstudien zum Prostatakarzinom (PCa) veröffentlicht [1, 10]. Im Vergleich waren die Mängel der PLCO-Daten deutlich: kleinere Studienpopulation, kürzere Beobachtungszeit, erhebliche Kontaminationsrate. Auch die Daten der europäischen Studie galt es kritisch zu hinterfrage ...