Der Urologe

, Volume 50, Issue 4, pp 462–465

Das urologische Studienregister der DGU

Authors

    • Deutsches Cochrane Zentrum, Abteilung für Medizinische Biometrie und Statistik, Institut für Medizinische Biometrie und Medizinische InformatikUniversitätsklinikum Freiburg
    • Klinik für UrologieUniversitätsklinikum Erlangen
  • C. Becker
    • Deutsche Gesellschaft für Urologie, Geschäftsstelle
  • S. Jena
    • Deutsches Register Klinischer Studien, Institut für Medizinische Biometrie und Medizinische InformatikUniversitätsklinikum Freiburg
  • G. Antes
    • Deutsches Cochrane Zentrum, Abteilung für Medizinische Biometrie und Statistik, Institut für Medizinische Biometrie und Medizinische InformatikUniversitätsklinikum Freiburg
  • B. Wullich
    • Klinik für UrologieUniversitätsklinikum Erlangen
Übersichten

DOI: 10.1007/s00120-011-2509-7

Cite this article as:
Kunath, F., Becker, C., Jena, S. et al. Urologe (2011) 50: 462. doi:10.1007/s00120-011-2509-7

Zusammenfassung

Deutschland ist ein wichtiger Standort für die urologische Forschung. Hierbei bilden klinische Studien einen wesentlichen Pfeiler für die moderne evidenzbasierte Medizin. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) hat im September 2010 ein fachspezifisches klinisches Studienregister in Betrieb genommen. Der umfassende Überblick über laufende und abgeschlossene klinische Studien in der Urologie soll helfen, die Transparenz in der Wissenschaft zu erhöhen, Forschungsförderung gezielter einzusetzen, wiederholte Studiendurchführungen zu vermeiden und letztendlich Ressourcen im Gesundheitswesen effizienter zu nutzen. Angestrebt wird eine Kooperation als Partnerregister an das nationale Primärregister, um einen automatischen Eintrag in das Registernetzwerk der WHO zu gewährleisten und somit eine ICMJE-konforme Registrierung ohne großen Aufwand zu ermöglichen.

Schlüsselwörter

Evidenzbasierte MedizinRegisterUrologiePublikationsbiasDeutschland

The urological trial registry of the German Society of Urology

Abstract

Germany is an important hub for urological research and clinical trials are therefore very important for evidence-based medicine. In September 2010, the German Society of Urology commissioned a subject-specific clinical trial registry. The broad overview of ongoing and completed clinical trials in urology should help to increase transparency in research and to deploy resources in health care more efficiently. The urological trial registry aims to negotiate cooperation with a national primary registry to allow an automatic inclusion in the WHO Registry Network and to enable an ICMJE-compliant registry.

Keywords

Evidence-based medicineRegistriesUrologyPublication biasGermany

Die systematische Registrierung klinischer Studien wird international bereits seit mehreren Jahren durchgeführt. Das größte Register ist „ClinicalTrials.gov“ in den USA. Es beinhaltet über 90.000 Studien und wird von den „National Institutes of Health“ (NIH), anderen Bundesorganisationen und der privaten Industrie gesponsert (http://www.clinicaltrials.gov). Eingebunden in eine Kooperation zwischen der US-amerikanischen „Food and Drug Administration“ (FDA) und dem NIH im Rahmen des „FDA Modernization Act“ wurde dieses Register von der „National Library of Medicine“ (NLM) 1997 gegründet. Die Weltgesundheitsbehörde (WHO) hat ein Registernetzwerk (ICTRP) etabliert, bei dem selbst nicht registriert werden kann. Dieses Registernetzwerk erlaubt jedoch, alle klinischen Studien einzusehen, die in den weltweit vorhandenen Primärregistern eingetragen sind (http://www.who.orh/ictrp). Das US-amerikanische Register „ClinicalTrial.gov“ hat hierbei eine Sonderstellung, da es kein Primärregister ist, die Studien aber als Datenlieferant an das Registernetzwerk der WHO sendet. In Deutschland wurde 2008 ein von der WHO anerkanntes Primärregister mit dem Namen Deutsches Register Klinischer Studien (DRKS) mit Sitz an der Universität Freiburg gegründet (http://www.germanctr.de). Zudem bestehen in Deutschland mehrere kleinere fachspezifische Studienregister.

In das Bewusstsein der wissenschaftlichen Öffentlichkeit ist die Studienregistrierung getreten, als die Herausgeber einiger führender medizinischer Fachzeitschriften die prospektive Registrierung zur Bedingung für die Publikation in ihren Journalen gemacht haben. Dieser Forderung des „International Committee of Medical Journals Editors“ (ICMJE) haben sich bisher weltweit ca. 900 Zeitschriften (Stand 30.11.2010) wie z. B. The Lancet, JAMA, New England Journal of Medicine, Deutsches Ärzteblatt, Urologia Internationalis, European Urology, Neurourology and Urodynamics angeschlossen (http://www.icmje.org/journals.html). Für die nicht von der Industrie initiierten Studien hat das Bundesforschungsministerium in Deutschland mittlerweile die Förderung von deren Registrierung abhängig gemacht. Auch die forschenden Arzneimittelhersteller in Deutschland haben sich 2005 dazu verpflichtet, alle Studien, die an Patienten durchgeführt werden, zu registrieren und deren Ergebnisse spätestens ein Jahr nach der Erstzulassung des Medikaments zu veröffentlichen [1].

Warum ein urologisches Register?

Deutschland ist ein wichtiger Standort für die urologische Forschung. Hierbei bilden klinische Studien einen wesentlichen Pfeiler für die moderne evidenzbasierte Medizin und sind für die pharmazeutische Industrie sowie wissenschaftsinitiierte Studien zur klinischen Prüfung neuer Medikamente essenziell. Über die Arzneimittelzulassung hinaus haben klinische Studien aber auch eine große Bedeutung für die Optimierung von Behandlungsstrategien und sind unverzichtbar für die Einschätzung und Bewertung des Nutzens und Risikos neuer Arzneimittel [2]. Das gleiche gilt für nichtmedikamentöse Therapieverfahren jeglicher Art, wie medizintechnische Produkte oder chirurgische Eingriffe, aber auch z. B. für physiotherapeutische Maßnahmen, Akupunkturbehandlungen oder diagnostische Verfahren.

Für das Fach Urologie gab es bislang keine systematische Erfassung von klinischen Studien und es fehlten umfassende Angaben zu Anzahl und Art der in Deutschland durchgeführten Studien. Daher hat die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) im September 2010 ein fachspezifisches klinisches Studienregister in Betrieb genommen. Neben einer verbesserten Sichtbarkeit der Forschungs- und Studienaktivitäten und erhöhten Transparenz für Ärzte, Patienten und Sponsoren erfüllen solche Register wichtige Aufgaben [3]. Eine ganz wichtige Funktion von Registern klinischer Studien ist, dass sie Informationen über durchgeführte, u. U. aber nicht publizierte Studien liefern. Weltweit liegt die Publikationsrate durchgeführter Studien auf einem niedrigen Niveau. Decullier et al. [4] konnten für Frankreich in einer Analyse zeigen, dass von den abgeschlossenen klinischen Studien mit positivem Ethikvotum weniger als 50% tatsächlich publiziert werden. Für Deutschland ergab sich mit 48–70% eine vergleichbar niedrige Publikationsrate, und auch in den USA lag sie nicht höher [5, 6, 7].

Durch die Nichtveröffentlichung von Studien sind deren Ergebnisse für eine breite Öffentlichkeit nicht zugänglich. Dies ist z. T. durchaus gewollt, wenn Studien z. B. nicht erwünschte Ergebnisse liefern. Andere Ursachen einer Nichtveröffentlichung sind, wenn Ergebnisse für eine Publikation nicht lohnenswert erscheinen oder wenn Studien von den Journalen nicht zur Publikation angenommen werden [8, 9, 10]. Hieraus entsteht ein sog. Publikationsbias, der zu einer verzerrten Wahrnehmung führt. Wenn Studien mit positiven Ergebnissen schneller und häufiger veröffentlicht werden, werden in der Konsequenz die Ergebnisse optimistischer eingeschätzt [8, 10]. Außerdem besteht die Gefahr, dass ohne das Wissen über bereits durchgeführte Studien solche unnötigerweise wiederholt werden und Patienten damit wiederum einem Risiko von potenziellen Nebenwirkungen oder zu hohen oder zu niedrigen Medikamentendosierungen ausgesetzt werden. Studienregister schaffen damit die notwendige Transparenz, um einen Publikationsbias zu verhindern und helfen, die Wirksamkeit und den Nutzen von Therapieverfahren besser einzuschätzen [2, 3, 10].

Wer profitiert von einem urologischen Register?

Alle an Menschen durchgeführten klinischen Studien unterliegen ethischen Prinzipien sowie strengen nationalen und internationalen Gesetzen. Dies dient dem Schutz der Studienteilnehmer und der besseren Validität der erhaltenen Daten [8]. Ein Patient, der sich bereiterklärt, mit persönlichem Einsatz an einer klinischen Studie mit all ihren Risiken und Nebenwirkungen teilzunehmen, erwartet, dass der Erkenntnisgewinn uneingeschränkt für die Gesundheitsversorgung sowie für die Planung und Durchführung nachfolgender Studien zur Verfügung steht. Eine Registrierung von klinischen Studien und damit verbesserter Transparenz ist aus ethischer Sicht unverzichtbar [2, 8].

Ohne eine Studienregistrierung in der urologischen Forschung kann potenziellen Studienteilnehmern im Rahmen des Aufklärungsgesprächs kein umfassendes Bild über die Studienlage angeboten werden. Durch die öffentliche Präsentation urologischer Forschung haben Patienten nun die Möglichkeit, sich einen unabhängigen Überblick über laufende und abgeschlossene klinische Studien zu verschaffen. Mit der Optimierung der Informationslage zu klinischen Studien in der Urologie verfolgt die DGU deshalb folgerichtig das Ziel, das Vertrauen der Bevölkerung in klinische Studien zu gewinnen und zu stärken. Denn Transparenz ist ein Mittel, um der Angst, als „Versuchskaninchen“ missbraucht zu werden, entgegen zu wirken [11, 12].

Ein Interesse an einem vollständigen Überblick über klinische Studienaktivitäten haben aber nicht nur Patienten, sondern auch deren Angehörige, Selbsthilfegruppen und natürlich auch die über die Studienanträge zu befindenden Ethikkommissionen [3]. In gleicher Weise ist das große Interesse der behandelnden Ärzte, der Prüfärzte und der pharmazeutischen Industrie an einem umfassenden Studienregister nachvollziehbar. Denn einerseits suchen Patienten und behandelnde Ärzte bei seltenen, chronischen Erkrankungen oder Malignomen den Zugang zu neuen Therapien. Andererseits müssen Prüfärzte und pharmazeutische Unternehmen geeignete Studienteilnehmer rekrutieren. Ein kostenfreies und leicht zugängliches Register kann helfen, beide Gruppen zusammenführen [11, 12].

Weitere Aspekte betreffen den wissenschaftlichen bzw. wissenschaftspolitischen Bereich. Behörden und Forschungsförderungsinstitutionen brauchen für ihre Arbeit einen Überblick über bereits geleistete und noch benötigte Forschung [11, 12]. Ein Register bietet die Grundlage dafür, Forschungsförderung gezielter einzusetzen, wiederholte Studiendurchführungen zu vermeiden und letztendlich Ressourcen im Gesundheitswesen effizienter zu nutzen. Ferner konnte gezeigt werden, dass Studienregistern auch eine wichtige, direkt die Wissenschaft fördernde Rolle zukommt. Da die klinische Forschung meist in Netzwerken erfolgt, kann ein Register die Plattform zu Kooperationen zwischen Grundlagenwissenschaftlern und klinischen Forschern bieten. Es ist ein Instrument, diese Zusammenarbeit zu verstärken und sichtbar zu machen [11, 12].

Warum wird ein urologisches Register benötigt, wenn bereits nationale und internationale Register existieren?

International bestehen mehrere große Register. Die wohl wichtigsten sind das am US-amerikanischen NIH angesiedelte Register „ClinicalTrials.gov“ und das von „Current Controlled Trials“ (CCT) betriebene englische ISRCTN-Register, das zu dem Open-Access-Verlag „BioMed Central“ in London gehört (www.clinicaltrials.gov, http://www.biomedcentral.com, http://www.controlled-trials.com). Beide Register sind rein englischsprachig. Eine Untersuchung in Deutschland hat gezeigt, dass ein großer Prozentsatz an Ärzten nur sehr wenige englischsprachige Literatur zur Fortbildung verwendet [13].

Obwohl diese Untersuchung aus methodischer Sicht mit Vorsicht interpretiert werden sollte, ist unbestritten, dass deutsche Patienten, Angehörige, Ärzte, Pflegekräfte, Apotheker und andere Mitarbeiter im Gesundheitswesen mehrheitlich keine englische Literatur und Daten aus englischsprachigen Studienregistern recherchieren können [14]. Die Globalisierung, die zunehmende Zahl an multinationalen Studien und die Furcht vor Bürokratisierung stehen dem Informationsrecht der Patienten und Ärzte ohne tiefergehende Englischkenntnisse gegenüber [1]. Die DGU misst diesem Informationsrecht sehr viel Gewicht bei. Die Etablierung nationaler Register entspricht der weltweiten Entwicklung, wie sie z. B. auch in China und Japan stattfindet (http://www.who.int/ictrp/search/en, [15]).

Das urologische Register sorgt durch die angestrebte Zweisprachigkeit einerseits für den internationalen Datenaustausch und andererseits für die Information der deutschen Öffentlichkeit und soll nicht vordergründig den internationalen Wissenstand abbilden, sondern die Qualität der klinischen Forschung in Deutschland fördern sowie Sponsoren bei der Planung von klinischen Studien unterstützen.

Das deutsche Gesundheitssystem hat im Fachgebiet der Urologie das Interesse, die notwendigen Informationen bereitzustellen und die Voraussetzungen für die Zusammenarbeit unterschiedlicher Kliniken und Arbeitsgruppen zu schaffen. Der Kritikpunkt, dass nationale Insellösungen ungeeignet seien, mehr Transparenz für Ärzte und Patienten im Gesundheitswesen zu erreichen, ist nicht haltbar, da nationale, fachspezifische Register es überhaupt erst ermöglichen, die Transparenz in der Forschung zu erhöhen und potenziellen Studienteilnehmern die Möglichkeit zu eröffnen, sich selbst einen Überblick über bereits abgeschlossene und laufende Studien zu verschaffen [3, 11].

Auf europäischer Ebene besteht das EudraCT-Register der „European Medicines Agency“, das alle in Europa zugelassenen Arzneimittel enthält. Aber auch dieses Register ist englischsprachig, und bisher erhält nur das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Informationen über dort registrierte Studien. Eine Öffnung der EudraCT-Datenbank für die Öffentlichkeit wurde angekündigt. Allerdings enthält sie nur Arzneimittelstudien und berücksichtigt keine anderen Therapieformen wie Operationstechniken, Medizinprodukte, Pflegeinterventionen und alternative Heilverfahren.

In Abgrenzung zum deutschen Primärregister DRKS handelt es sich bei dem neuen urologischen Studienregister um ein spezialisiertes Register mit bestimmten, für die Urologie interessanten Zusatzinformationen, die im WHO-Datensatz nicht enthalten sind (Tab. 1). Zudem könnte ein Studienmanagement damit verknüpft werden. Der Kritikpunkt, dass nationale Lösungen bei internationalen multizentrischen Studien schwierig sind, bezieht sich aufgrund potenzieller Doppelmeldungen der unterschiedlichen Länder bei dem WHO-Registernetzwerk eher auf softwaretechnische Probleme, die aber prinzipiell lösbar sind, denn auf inhaltliche Aspekte.

Tab. 1

Von der WHO geforderter, international abgestimmter Datensatz, der bei der Registrierung klinischer Studien erfasst wird (http://www.who.int/ictrp/network/trds)

Primärregister und Registrierungsnummer

Primärregister – Registrierungsdatum

Sekundäre Identifikation

Finanzierungsquellen

(Haupt-)Sponsor

Weitere Sponsoren

Kontaktdaten für generelle Anfragen

Kontaktdaten für wissenschaftliche Anfragen

Allgemeinverständlicher Titel der Studie

Wissenschaftlicher Titel

Beteiligte Länder

Indikation

Intervention

Ein- und Ausschlusskriterien

Studienart/Studiencharakteristika

Geplanter bzw. tatsächlicher Rekrutierungsbeginn

Geplante Anzahl der Studienteilnehmer

Rekrutierungsstatus

Primäre Endpunkte

Wichtigste sekundäre Endpunkte

Was sind die Ziele des urologischen Registers?

Ziel des urologischen Studienregisters ist als zentrale Anlaufstelle die kostenfreie Darstellung aller klinischen Studien, die in der Urologie in Deutschland durchgeführt werden und damit die Information der Öffentlichkeit in deutscher und englischer Sprache. Hierbei beschränkt sich das urologische Register nicht auf onkologische Arbeiten, sondern soll in Zukunft alle urologisch relevanten klinischen Studien erfassen. Dies beinhaltet auch Untersuchungen zu operativen Techniken oder z. B. zu komplementärmedizinischen Verfahren. Ziel ist es zudem, den behandelnden Ärzten und den von einer bestimmten Krankheit betroffenen Patienten einen Support bei der Therapieentscheidung durch laufende Studie zu bieten, die Studienrekrutierung zu verbessern und die Wissenschaft in der Urologie für die Öffentlichkeit transparenter zu machen. Probleme und Erfahrungen sollen öffentlich gemacht, wiederholte Studien vermieden und Probleme bei der Studienerstellung, wie unzureichend gepowerte Studien, frühzeitig erkannt werden. Den Beteiligten im Gesundheitswesen wird dadurch ermöglicht, sich einen Überblick über die Wirksamkeit von Medikamenten und Behandlungsmethoden zu verschaffen und Lücken in der klinischen Forschung einfacher zu erkennen und zu schließen. Dieses Hintergrundwissen ist essenziell für die Forschungsförderung und für Entscheidungen im Gesundheitswesen und soll Fachgruppen und Patienten helfen, sich über Expertise und wissenschaftliche Schwerpunkte in der Urologie zu informieren.

Fazit für die Praxis

Seit September 2010 steht das urologische Register unter http://www.dgu-studien.de zur Verfügung. Im Vordergrund steht zunächst die Etablierung und Konsolidierung des Registers und die Festigung der Zusammenarbeit mit dem Deutschen Krebsstudienregister der Deutschen Krebsgesellschaft e.V., dem Zentrum für Klinische Studien Köln und des Deutschen Cochrane Zentrums in Freiburg. Beabsichtigt wird die Einführung einer routinemäßigen Registrierung als Teil der Studiendurchführung in der Urologie. Zudem wird eine Kooperation als Partnerregister an das nationale Primärregister angestrebt, um einen automatischen Eintrag in das Registernetzwerk der WHO zu gewährleisten und somit eine ICMJE-konforme Registrierung ohne großen Aufwand zu ermöglichen. Hierfür wurden die Vorbereitungen durch eine WHO-konforme Datenerhebung bereits getroffen. Den Studieneinrichtungen bleibt freigestellt, ob sie nur die von der WHO geforderten Minimaldaten, oder weitere Details ihrer Studien veröffentlichen möchten. Um bei der weiteren Entwicklung des Registers auf Wünsche und Kritik der Anwender reagieren zu können steht als Ansprechpartner Herr Dr. Christoph Becker, Forschungskoordinator in der Geschäftstelle der DGU, zur Verfügung (s. Infobox 1.

Infobox 1

Geschäftstelle der DGU

Dr. Christoph Becker

Uerdinger Straße 64

40474 Düsseldorf

Tel.: +49-211-516096 30

Fax: +49-211-516096 60

E-Mail: cbecker@dgu.de

Interessenkonflikt

Der korrespondierende Autor gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

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