, Volume 53, Issue 1, pp 24-29

MRT bei dilatativen Kardiomyopathien

Purchase on Springer.com

$39.95 / €34.95 / £29.95*

Rent the article at a discount

Rent now

* Final gross prices may vary according to local VAT.

Get Access

Zusammenfassung

Die dilatative Kardiomyopathie (DCM) ist die häufigste Form der Kardiomyopathie mit einer Prävalenz von 1/2500 Erwachsenen. Aufgrund der zunächst milden klinischen Symptomatik ist jedoch von einer relativ hohen Dunkelziffer auszugehen. Die klinische Präsentation ist variabel, die Schwere der Erkrankung wird vom Ausmaß der systolischen Funktionseinschränkung bestimmt. Herzrhythmusstörungen, wie ventrikuläre oder supraventrikuläre Tachykardien, AV-Blockierungen, ventrikuläre Extrasystolen und Vorhofflimmern sind mögliche klinische Manifestationen. Bei manchen Patienten ist der plötzliche Herztod die erste klinische Manifestation der Erkrankung. Die kardiale MRT spielt eine bedeutende Rolle für die Beurteilung des Ausmaßes der ventrikulären Dilatation, Dysfunktion und für die Beurteilung regionaler Wandbewegungsstörungen. Darüber hinaus kann sie zur Anwendung kommen, um begleitende diastolische Dysfunktionen zu erkennen und schwerwiegende Komplikationen, wie Vorhof- und Ventrikelthromben nachzuweisen oder auszuschließen. Mit ihrer einmaligen Möglichkeit zur Darstellung der myokardialen Textur erhält die MRT zunehmende Bedeutung für die Risikostratifizierung der Patienten und kann wertvolle Informationen zur Einschätzung der Prognose, der Entität und zur Therapieplanung liefern.

Abstract

Dilated cardiomyopathy (DCM) is the most common type of cardiomyopathy with a prevalence of 1 out of 2,500 in adults. Due to mild clinical symptoms in the early phase of the disease, the true prevalence is probably even much higher. Patients present with variable clinical symptoms ranging from mild systolic impairment of left ventricular function to congestive heart failure. Even sudden cardiac death may be the first clinical symptom of DCM. The severity of the disease is defined by the degree of impairment of global left ventricular function. Arrhythmias, such as ventricular or supraventricular tachycardia, atrioventricular (AV) block, ventricular extrasystole and atrial fibrillation are common cardiac manifestations of DCM. Magnetic resonance imaging (MRI) plays an important role in the exact quantification of functional impairment of both ventricles and in the evaluation of regional wall motion abnormalities. With its excellent ability for the assessment of myocardial structure, it is becoming increasingly more important for risk stratification and therapy guidance.

Zusatzmaterial online: Dieser Beitrag enthält ein zusätzliches Video zur kardialen MRT bei DCM. Dieses Supplemental finden Sie unter dx.doi.org/10.1007/s00117-012-2382-4