, Volume 84, Issue 7, pp 876-878

S3-Leitlinien zu bipolaren Störungen sind zeitgerechte und wichtige Instrumente für die klinische Praxis. Kontra

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„Die Zeit ist noch nicht reif“. Im Folgenden werden wir einige kritische Kommentare zu existierenden „bipolaren“ Leitlinien (BLL) skizzieren, wobei der Schwerpunkt auf Empfehlungen zur Langzeitmedikation (Prophylaxe) liegen wird. Dies bedeutet nicht, dass wir grundsätzlich die Notwendigkeit praktisch valider Leitlinien in der Medizin inkl. der Psychiatrie bestreiten. Leitlinien können wertvoll für Klinik und Praxis sein, wenn sie valide Information enthalten und auch bezüglich ihrer praktischen Anwendbarkeit validiert sind. Unsere kritische Positionierung bedeutet auch nicht, dass wir keine qualitativen Unterschiede zwischen den bislang publizierten BLL sehen wollen. Die neue deutsche S3-Leitlinie ist ein Fortschritt gegenüber bisherigen Produkten, z. B. weil sie begründete Empfehlungen liefert und die Frage von Interessenkonflikten sehr ernst nimmt.

Aber auch für sie und die ebenfalls sehr gute dänische BLL gelten grundsätzliche Kritikpunkte; denn, was wir als praktisch tätige Psychiat

Dieser Beitrag ist Teil einer Pro-und-Kontra-Debatte. Den zugehörigen Pro-Standpunkt finden Sie unter http://dx.doi.org/10.1007/s00115-013-3796-6.