, Volume 84, Issue 7, pp 791-798
Date: 23 Jun 2013

Zusammenhang von Arbeitsbelastungen und psychischen Erkrankungen

Rent the article at a discount

Rent now

* Final gross prices may vary according to local VAT.

Get Access

Zusammenfassung

Derzeitig sind die von Kurt Lewin (Die Sozialisierung des Taylorsystems. Eine grundsätzliche Untersuchung zur Arbeits- und Berufspsychologie, 1920) bereits benannten „zwei Gesichter der Arbeit“ deutlich sichtbar. So hat Arbeit eine positive und psychisch stabilisierende Wirkung auf das Wohlbefinden und bietet Möglichkeiten der Selbstentfaltung und Kompetenzentwicklung. Gleichzeitig nehmen Klagen über Stress und Erschöpfungszustände als Folge von Arbeitsbelastungen zu und ist in den letzten 10 Jahren eine steigende Zahl von Arbeitsunfähigkeitstagen aufgrund psychischer Erkrankungen zu verzeichnen. Daher stellt sich die Frage, ob es zwischen bestimmten Arbeitsbelastungen und psychischen Erkrankungen ein Zusammenhang gibt. Dieser Beitrag soll über die Datenlage informieren und klären, ob die Beziehungen zwischen Arbeitsbelastungen und psychischen Erkrankungen eher durch die Gestaltung von Arbeit oder aber die Wahrnehmung von Arbeitsmerkmalen durch psychisch Erkrankte begründet ist.

Summary

Currently, the two faces of work as described by Kurt Lewin (The socialization of the Taylor system. A fundamental examination of work and vocational psychology 1920) are clearly pronounced. Thus, work can be beneficial to personal development and well-being as work is a possible source of learning opportunities, motivation and positive emotional states. On the other hand there are a growing number of complaints about stress and exhaustion because of high work load and working days lost due to incapacity to work because of mental ill health are increasing. The question arises whether there is a relationship between work load and mental health. This article presents information on the data and tries to clarify if the relationship between work load and mental health results more due to bad job design than a distorted response behavior due to mental illness.