, Volume 84, Issue 3, pp 386-387
Date: 02 Feb 2013

Sollten leichte Depressionen ausschließlich psychotherapeutisch behandelt werden? Pro

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Die evidenz- und konsensbasierten Empfehlungen nationaler und internationaler Leitlinien sehen bei leichten depressiven Episoden unter Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses eine antidepressive Medikation nicht mehr als primäre Behandlungsstrategie vor [2]. Stattdessen soll auf psychosoziale Interventionen zentriert werden. Einzelne Autoren, die allerdings am Konsensprozess der Leitlinie nicht beteiligt waren, stellen diese Evidenz infrage. Deshalb sollen die ausschlaggebenden Befunde noch einmal zusammengefasst werden.

Antidepressiva sind keine „unbedenklichen“ Medikamente. Bei den ambulant am häufigsten verordneten selektiven Serotoninwiederaufnahmehemmern (SSRIs) finden sich z. B. eine Hemmung des Serotonintransporters auch an den Thrombozyten, was (insbesondere in Kombination mit Acetylsalicylsäure) zu einer Zunahme gastrointestinaler Blutungen führt sowie relativ häufig zu Hyponatriämien. Zuletzt fand sich bei dem häufig verordneten Citalopram eine dosisabhängige QT-Zeit-Verlänge

Dieser Beitrag ist Teil einer Pro-und-Kontra-Debatte. Den zugehörigen Kontra-Standpunkt finden Sie unter http://dx.doi.org/10.1007/s00115-012-3729-9.