, Volume 84, Issue 7, pp 854-855
Date: 11 Nov 2012

Ketamin zur Behandlung der therapieresistenten Depression

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In einigen Veröffentlichungen wurde eine deutliche Besserung depressiver Symptome durch intravenöse Ketamininfusionen beobachtet, wobei günstige Effekte auch bei vorheriger Therapieresistenz gesehen wurden [1, 2]. Zumeist fehlten jedoch Beobachtungen zum Einfluss auf den längeren Krankheitsverlauf.

Fallbeschreibung

Die 47-jährige frühberentete Hotelfachfrau litt seit 15 Jahren unter rezidivierenden depressiven Episoden, die unter Psychopharmakotherapie stets vollständig remittiert waren.

Nun hatte sich unter antidepressiver Erhaltungs- und rückfallprophylaktischer Therapie erneut eine schwere depressive Episode mit u. a. auch stark dissoziativen Zuständen entwickelt, die sich über 8 Monate hinweg trotz Behandlung mit Antidepressiva aus verschiedenen biochemischen Wirkgruppen nach Stufenplan als pharmakoresistent erwies, sodass die Durchführung einer Elektrokonvulsionstherapie diskutiert wurde, welche jedoch nach Aufklärung über Ablauf und potenzielle Nebenwirkungen von der Patientin abgel ...