, Volume 82, Issue 8, pp 957-972
Date: 27 Jul 2011

Grenzentscheidungen in der Schlaganfalltherapie

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Zusammenfassung

Bei der Behandlung von Schlaganfallpatienten ist für eine Vielzahl der therapeutischen Entscheidungen im Alltag die medizinische Evidenz begrenzt oder nicht vorhanden. Dies betrifft Behandlungssituationen sowohl in der Akuttherapie als auch in der Sekundärprävention. In diesem Beitrag werden solche Grenzsituationen aufgedeckt und diskutiert. Beispiele sind die Thrombolyse außerhalb geltender Zulassungskriterien (z. B. hohes Alter, orale Antikoagulation) und die Sekundärprävention bei Patienten mit konkurrierenden Behandlungsindikationen (z. B. Vorhofflimmern und frischer Stent) oder häufig diskutierten Risikokonstellationen (Demenz, Anamnese für Stürze, Zustand nach intrazerebraler Blutung). Neben der Diskussion der aktuellen Datenlage werden eigene Erfahrungen berichtet und konkrete Empfehlungen zum Vorgehen gegeben.

Summary

In numerous situations stroke physicians face a lack of evidence during their daily practice. In this report the authors address some of the difficult treatment decisions encountered in acute therapy and secondary prevention. Examples include off-label thrombolysis and prevention in high-risk situations. The available data from trials and registries are discussed, and personal views and recommendations are expressed.