, Volume 81, Issue 8, pp 1003-1006
Date: 30 May 2010

Intrathekale Baclofen-Therapie bei gehfähigen Patienten mit spastischer Hemiparese nach Schlaganfall

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Spastische Hemiparesen sind ein häufiges klinisches Bild nach Schlaganfall. Das verzögerte Auftreten einer schweren Spastik führt in vielen Fällen zu einer erschwerten Rehabilitation und verschlechtert die vorhandenen neurologischen Defizite und verbliebenen motorischen Fähigkeiten auch durch das Auftreten spastikinduzierter Schmerzen [5].

Bei schwerer Spastizität und wenn große Muskelgruppen durch die Spastik betroffen sind, ist die Behandlung mit Botulinum-Toxin oder oralen Antispastika häufig nicht ausreichend. Insbesondere orales Baclofen passiert nur in geringer Menge die Blut-Hirn-Schranke [3, 12, 21].

Die hohe Wirksamkeit der intrathekalen Gabe von Baclofen auf die schwere Spastizität unterschiedlichster Genese wurde in einer Vielzahl von Studien nachgewiesen [1, 2, 4, 13, 14, 19]. Aber bezüglich der Spastizität nach Schlaganfall, insbesondere der spastischen Hemiparese und dem Erhalt der Gehfähigkeit unter intrathekaler Baclofen-Therapie (ITB) ist die Datenlage dürftig.