HNO
, Volume 58, Issue 3, pp 255-262
Date: 04 Mar 2010

Lehre der HNO-Heilkunde in Deutschland

Rent the article at a discount

Rent now

* Final gross prices may vary according to local VAT.

Get Access

Zusammenfassung

Hintergrund

Die vorgestellte Arbeit erhebt den aktuellen Stand der Lehrsituation an deutschen HNO-Universitätskliniken 5 Jahre nach Inkrafttreten der neuen ärztlichen Approbationsordnung (AO).

Methode

Es wurde ein aus 31 Items bestehender Fragebogen an alle HNO-Universitätskliniken deutscher Hochschulen geschickt.

Ergebnisse

An der Umfrage nahmen 31 HNO-Lehrstühle (86%) teil. Den Forderungen nach mehr Praxisnähe und Vermittlung sozialer Kompetenz wurde weitestgehend Rechnung getragen. Dennoch bleiben auf inhaltlicher Ebene, insbesondere hinsichtlich der Qualität schriftlicher und praktischer Prüfungen sowie der stärkeren Gewichtung des praktischen Jahrs, noch einige Probleme offen. Noch 20–33% der Lehrveranstaltungen sind nicht an speziellen Lernzielkatalogen orientiert, und die Qualität schriftlicher Prüfungen wird nur in knapp der Hälfte aller Fälle durch ein „Peer-review“-Verfahren sowie statistische Auswertungen sichergestellt.

Schlussfolgerung

Die deutschen HNO-Universitätskliniken können bisher die Forderungen der neuen AO nicht vollständig umsetzen. Hierfür wären eine stärkere Gewichtung der Lehre und eine intensivere didaktische Ausbildung der Hochschullehrer nötig. Hilfreich würden sich die Erarbeitung eines bundesweiten Lernzielkatalogs auf Fachgesellschaftsebene sowie die Ressourcenbündelung bei der Erstellung und Durchführung von schriftlichen „Multiple-choice“- (MC-)Prüfungen auswirken.

Abstract

Background

In 2003 new regulations for the licensing of German physicians came into effect. The aim of this study was to survey the present status of realization in German otorhinolaryngology (ORL) university departments.

Methods

A questionnaire containing 31 items was sent to all German ORL university departments.

Results

A total of 31 (86%) ORL departments responded to the questionnaire. Most faculties reacted correctly in the practical realization of the new regulation demands. Regarding the quality of written and practical examinations, some changes have to be considered in order to maintain high quality standards.

Conclusion

The demands of the new licensing regulations have not yet been fully implemented. Therefore, medical education must gain importance in the daily clinical routine. Establishment of nationwide learning objectives and resources pooling for written examinations would be helpful.