, Volume 77, Issue 4, pp 315-324

Chirurgische Behandlung benigner Läsionen und Strikturen der Gallenwege

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Zusammenfassung

Gutartige Strikturen der Gallenwege resultieren in 90% der Fälle aus chirurgischen Eingriffen.Meist sind sie Folge von Operationen an der Gallenblase und entstehen in diesem Zusammenhang bei brüsken Manipulationen am Ductus choledochus. Häufig sind Menschen in jüngerem Lebensalter betroffen, die insbesondere bei unbehandelten Strikturen Sekundärkomplikationen wie eine Cholangitis oder sekundäre biliäre Zirrhose mit den schwerwiegenden Folgen der portalen Hypertension bis hin zum Ausfall der Leberfunktion mit letalem Ausgang erleiden. Obwohl in einigen Situationen die sofortige Versorgung durch eine End-zu-End-Anastomose der Gangstrukturen beschrieben wird, ist diese lediglich für glatte Schnittverletzungen des Ductus choledochus sinnvoll. Gute Langzeitergebnisse werden in 86% mit der Anlage einer ausgeschalteten und nach Roux-Y eingeleiteten Hepatikojejunostomie erzielt. Grundsätzlich ist die sicherste Art und Weise, eine Komplikation zu vermeiden, und oberste chirurgische Maxime die strenge Indikationsstellung des Ersteingriffes. Am besten beschränkt man sich bei der Entscheidung zur Operation nur auf symptomatische Gallenblasensteine.

Abstract

Benign strictures of the biliary ducts are treated surgically in 90% of cases. Usually they caused by trauma to the choledochous duct during gallbladder operations. Younger patients are frequently affected and, particularly if the strictures go untreated, can suffer from secondary complications such as cholangitis or secondary biliary cirrhosis with the serious dangers of portal hypertension and even hepatic failure and death. Although immediate treatment by end-to-end anastomosis has sometimes been described, this method is reasonable only for smooth cuts to the choledochous duct. Good long-term results have been achieved in 86% of cases with Roux-en-Y hepaticojejunostomy. In general, the best way to avoid complications is the all-important surgical maxim of correct indication for the primary operation. The best course is to limit the decision for surgery to symptomatic gallstones.

Übersetzt und bearbeitet von PD Dr. C. Schuhmacher, Chirurgische Klinik und Poliklinik, Klinikum rechts der Isar, München