Date: 27 Jan 2013

Intersexualität nicht Transsexualität

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Zusammenfassung

Körperliche und psychosoziale Aspekte verschiedener Formen von Intersexualität (Disorders of Sex Development, DSD) werden einführend dargestellt. Unterschiede zwischen Intersexualität und Transsexualität werden herausgearbeitet: der Umgang mit dem „uneindeutigen“ oder „falschen“ Körper, der Umgang mit der Diagnose und den Behandlungsempfehlungen und die Offenbarung der körperlichen Bedingungen. Es folgt eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Hamburger Evaluationsstudie bei erwachsenen Personen mit Intersexualität, die zwischen 2002 und 2008 durchgeführt wurde und die die Grundlage für die umfassende 2012 erschienene interdisziplinäre Monographie „Intersexualität kontrovers“ bildete. Es wird ein Überblick über die im Februar 2012 veröffentlichten Empfehlungen des Deutschen Ethikrats zu Intersexualität gegeben. Abschließend wird die „Gefahr“ eines Geschlechtswechsels in Frage gestellt und eine Öffnung der binären Betrachtung von Geschlecht gefordert.

Abstract

Physical and psychosocial aspects of intersexuality (disorders of sex development, DSD) are described here. Differences between intersexuality and transsexuality are elaborated upon, especially in terms of coping with the diagnosis and treatment recommendations when dealing with an “ambiguous” or “false” body and with the disclosure of the physical conditions. The results of the Hamburg evaluation study, which was carried out between 2002 and 2008 on intersex adults, are summarized. These results have formed the basis of the comprehensive interdisciplinary book Intersexualität kontrovers (Controversial Intersexuality ) published in 2012. An outline of the recommendations published in February 2012 by the German National Ethics Committee (Deutscher Ethikrat) on Intersexuality is also provided. Finally, the “dangers” of sex reassignment and gender change are questioned and an opening up of the binary view of sex and gender is proposed.