Date: 22 Jun 2011

Potenzial hämatopoetischer Stammzellen als Ausgangsmaterial für Arzneimittel für neuartige Therapien

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Zusammenfassung

Individualisierte, (stamm)zellbasierte Therapien für angeborene und erworbene Erkrankungen gehören zu den vielversprechenden, neuen Behandlungsoptionen des 21. Jahrhunderts. Bevor das Potenzial derartiger Therapien aber ausgeschöpft werden kann, sind zahlreiche grundlagenwissenschaftliche und verfahrenstechnische Fragen zu lösen. Eine dieser Fragen ist die nach der idealen Zelle für die Generierung derartiger Zellmedikamente. In vielerlei Hinsicht erfüllen hämatopoetische Stammzellen die Anforderungen, die an Stammzellen als Ausgangsprodukt für neuartige Zelltherapeutika gestellt werden. Hierzu zählen ihre relativ einfache Gewinnung in hohen Zelldosen, ihre gute phänotypische Definierbarkeit, die eine prospektive Anreicherung ermöglicht, sowie bereits vorliegende Erfahrungen zur In-vitro-Manipulation dieser Zellen. Das vorliegende fokussierte Perspektiven-Manuskript diskutiert die grundsätzliche und spezielle Eignung hämatopoetischer Stammzellen als Ausgangsprodukt für neuartige Zelltherapeutika und gibt Beispiele für ihre mögliche hämatologische und nicht-hämatologische therapeutische Anwendung.

Abstract

Individualized, (stem) cell-based therapies of congenital and acquired illnesses are among the most exciting medical challenges of the twenty-first century. Before the full potential of such therapies can be achieved, many basic scientific and biotechnological questions remain to be answered. What is the ideal source for the generation of such cellular drugs is one of those issues. In many respects, hematopoietic stem cells fulfill the requirements for stem cells as starting material for novel cellular therapeutics, including the simple access to large amounts of stem cells, the availability of good phenotypic markers for their prospective isolation, and an extensive body of knowledge about the in vitro manipulation of these cells. This manuscript discusses the general and specific usability of hematopoietic stem cells as starting material for novel cellular therapeutics and presents some examples of hematological and nonhematological therapeutic approaches which are based on hematopoietic stem cells.