Maßnahmen zur Verbesserung der Patientensicherheit

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Zusammenfassung

In den letzten zehn Jahren ist weltweit das Bewusstsein dafür gewachsen, dass die Gesundheitssysteme trotz überall steigender Kosten nicht so sicher sind, wie sie sein sollten. Die medizinische Tätigkeit wird dauerhaft ein risikobehaftetes Unterfangen bleiben, denn die Hoffnung auf Nutzen und Heilung ist immer auch mit der Möglichkeit des Schadens verbunden. Umso dringlicher ist deshalb in den letzten Jahren bei den Professionellen und auch bei den politischen Organen der Ruf nach mehr Sicherheit. Die Patientensicherheit – definiert als die Abwesenheit unerwünschter Ereignisse und die Anwesenheit von Maßnahmen zu ihrer Vermeidung oder zur Abschwächung ihrer Auswirkungen – wird so zu einem zentralen Thema des Gesundheitswesens des 21. Jahrhunderts und ergänzt die Qualitätsdiskussion um eine entscheidende Facette. Die zahlreichen getroffenen oder zu treffenden Maßnahmen zur Verbesserung der Patientensicherheit verlangen nach einer neuen Kultur des Umgangs mit Fehlern, nämlich sie zu registrieren und zu analysieren, um aus ihnen zu lernen und so Veränderungen der Systeme zu bewirken, die solche Fehler möglich machen. Diese Art des Umgangs mit Fehlern in der Praxis – klinisches Risikomanagement – verlangt eine Sicherheitskultur, deren Ermöglichung zu den wichtigsten Aufgaben der Führenden von Organisationen im Gesundheitswesen gehört. Die Maßnahmen, die getroffen werden, um die Patientensicherheit zu verbessern, bedürfen einer Evaluation, um nachzuweisen, dass sie hierzu einen wirksamen Beitrag leisten. Dies soll im vorliegenden Beitrag exemplarisch für Fehlerberichtsysteme, für Verbesserungen des Medikationsprozesses, für die Erhöhung der Sicherheit bei operativen Eingriffen und für die Verringerung nosokomialer Infektionen durch eine konsequente Händehygiene aufgezeigt werden. Dabei sollen die Prozessmodifikationen ebenso evaluiert werden wie der Einbezug der Patienten zur Verbesserung ihrer Sicherheit beim Kontakt mit Institutionen des Gesundheitswesens im ambulanten und stationären Bereich.

Abstract

Over the last 10 years, there has been increasing awareness of medical errors and harm to patients in healthcare. There is now widespread acceptance of the problem of medical harm and a determination to tackle major patient safety problems. Safety is defined as freedom from accidental injury. Thus, clinical risk management has been increasingly requested by professionals and their professional organizations to make healthcare safer. Clinical risk management is one of a number of organizational systems or processes aimed to improve the quality of healthcare, but one which is primarily concerned with creating and maintaining safe systems of care. A definition of this form – identifying, analyzing, and controlling risks – fits more comfortably with the culture and mission of healthcare organizations and is more likely to achieve the support and involvement of clinical professionals because it better reflects their purpose and values. Patient safety needs to become embedded in the culture of healthcare, not just in the sense of individual high standards, but a widespread acceptance of understanding of risk and safety and the need of everyone to actively promote patient safety. Measures taken to enhance patient safety encompass a wide range of activities with regard to the errors in the process of medication, to surgical errors and surgical outcome (“safer surgery saves lives”), and to hospitalism and hospital-acquired infections taking into consideration adherence to hand hygiene. An evaluation of the added value to patient safety, when processes are systematically changed and the patients become involved in making healthcare safer, is needed.