Motorische Leistungsfähigkeit

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Zusammenfassung

Die motorische Leistungsfähigkeit wurde im Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 4–17 Jahren mittels spezifischer Kurztests untersucht. Dabei wurden die Dimensionen der motorischen Fähigkeiten Koordination, Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit getestet. Der Untersuchungsschwerpunkt lag bei den 4- bis 10-Jährigen in der Erfassung koordinativer Fähigkeiten, der Kraftfähigkeit und der Beweglichkeit, bei der Altersgruppe der 11- bis 17-Jährigen in der Erfassung der Ausdauerleistungsfähigkeit. Die vorliegende Untersuchung beschreibt die motorische Leistungsfähigkeit anhand der getesteten Dimensionen nach Alter, Geschlecht sowie nach soziodemographischen Aspekten. Für alle Testaufgaben zeigen sich erwartungsgemäß bessere Werte bei den älteren gegenüber den jüngeren Kindern und Jugendlichen. Bei den 4- bis 10-Jährigen zeigen Mädchen in 5 der 6 Testaufgaben eine geringfügig höhere motorische Leistungsfähigkeit als Jungen. Beim Fahrrad-Ausdauertest der 11- bis 17-Jährigen weisen Jungen die besseren Ergebnisse auf. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass zwischen Migrations- und Sozialstatus und der motorischen Leistungsfähigkeit ein Zusammenhang besteht. Die aufgezeigten Unterschiede verdeutlichen, dass mögliche Interventionsprogramme spezifisch auf Alter, Geschlecht sowie die Belange von Kindern und Familien mit Migrationshintergrund und mit niedrigem Sozialstatus abgestimmt werden sollten. Mit der Erhebung der Motorikdaten wurde eine für Deutschland repräsentative Datenbasis geschaffen, anhand derer es zukünftig möglich sein wird, Aussagen über den Stand und die Entwicklung der motorischen Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen machen zu können.

Abstract

Motor fitness was investigated in children and adolescents aged 4–17 using specific short tests. These tested the motor abilities: co-ordination, strength, cardiorespiratory fitness and flexibility. Among the 4–10 year olds, the focus of the investigation was on recording coordination, strength and flexibility; in the age group of the 11–17 year olds it was on recording cardiorespiratory fitness. The current investigation describes motor fitness based on the tested abilities according to age, sex and sociodemographic aspects. In all the test tasks, as expected, there are better results from older children and adolescents than from younger ones. Among the 4–10 year olds, girls display a slightly higher motor fitness in five out of the six tasks. In cardiorespiratory fitness, the cycle ergometer test for the 11-17 year olds shows better results for boys. The results indicate that there is a correlation between migrant status, social status and motor fitness. The shown differences point out that possible intervention programmes should be specifically attuned to age and sex as well as to the concerns of children and families with a migrant background and those of low social status. These collected data on motor fitness produced a database, representative of Germany. This will enable statements on state and development of motor fitness in children and adolescents in the future.