Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz

, 49:1113

Die Rolle des Arztes und die Kommunikation mit Sterbenden

Authors

    • Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Segeberger Kliniken Gruppe
    • Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Segeberger Kliniken Gruppe
Leitthema: Palliative Versorgung in Deutschland

DOI: 10.1007/s00103-006-0072-y

Cite this article as:
Schmeling-Kludas, C. Bundesgesundheitsbl. (2006) 49: 1113. doi:10.1007/s00103-006-0072-y

Zusammenfassung

Dem Patienten gegenüber verändert sich in der Palliativmedizin die klassische ärztliche Rolle von der des Heilers hin zu der des Betreuers, außerdem hängt sie von der jeweiligen palliativmedizinischen Organisationsform ab. Zentral bleibt dabei die ärztliche Verantwortung für die am Willen des Patienten orientierte Ausdehnung bzw. Begrenzung der Behandlung. Studien haben auch für die Palliativmedizin erhebliche Kommunikationsdefizite nachweisen können. Die daraus ableitbaren Ziele für die Kommunikation mit Sterbenden erstrecken sich auf die Erhebung ihrer körperlichen, seelischen, sozialen und spirituellen Probleme, auf die Aufklärung über die Krankheit und die Prognose, das Eingehen auf die emotionale Situation und auf die existenzielle Dimension des Sterbens sowie auf die Einbeziehung von Angehörigen und Freunden in die Kommunikation. Als vergleichsweise leicht erlernbare Gesprächsform wird das „aktive Zuhören-näher erläutert. Aus- und Fortbildungsangebote und Möglichkeiten der psychischen Entlastung der Ärzte werden beschrieben.

Schlüsselwörter

PalliativmedizinOffene Kommunikation mit unheilbar KrankenAktives ZuhörenKommunikation mit Angehörigen

Doctor’s role and communication with the dying

Abstract

In palliative medicine, the doctor’s role towards the patient changes from curing to looking after and depends on the different organizational forms. A key topic for the doctor remains the decision, how far medical treatment should be extended -according to patient’s will. Studies for palliative medicine have also showed considerable communication deficits. This leads to the following aims of communication with the dying: Recording of somatic, psychic, social and spiritual problems of the patients, informing about illness and prognosis, responding to the patient‘s emotional situation and to the existential dimension of dying as well as involving relatives in communication. “Active listening-is proposed as a communication form to be learned by doctors. Training programs and possibilities of improving the emotional situation of doctors are described.

Keywords

palliative medicineinforming the incurable illactive listeningcommunication with relatives
Download to read the full article text

Copyright information

© Springer Medizin Verlag 2006