Nutzung von Gesundheitsinformationen

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Zusammenfassung

Gesundheitspolitische Neuorientierungen sehen sowohl unter gesundheitsökonomischen Erwägungen als auch unter Präventionsgesichtspunkten informierte Bürger und Patienten als einen zentralen Bestandteil der Reformen im Gesundheitswesen. Die Daten des telefonischen Gesundheitssurveys 2003 (GSTel03) wurden hinsichtlich demographischer und sozialer Differenzierungen bei der Nutzung verschiedener Informationsquellen ausgewertet. Zugleich wurde untersucht, ob es möglicherweise bevölkerungsbezogene Unterschiede im Hinblick auf das Interesse an Gesundheitsinformationen gibt, die in einem Zusammenhang mit präventionsrelevantem Gesundheitsbewusstsein und entsprechenden Verhaltensweisen gesehen werden können. Die Daten der Befragung belegen ein großes Interesse an gesundheitlichen Themen. Lediglich 2% der Befragten nutzen keine diesbezüglichen Informationsquellen. Neben eher traditionellen Medien (Bücher, Zeitungen, Apothekeninformationen) gewinnen Informationen der Krankenkassen und über das Internet zunehmend an Bedeutung. Mit Ausnahme des Internets werden alle anderen Informationsquellen von Frauen häufiger genutzt als von Männern, und die Nachfrage erhöht sich für die Mehrheit der Informationsmedien mit dem Alter. Die Häufigkeit der Informationsnutzung und die Anzahl der genutzten Medien steigen ausgehend von der Unter- bis hin zur Oberschicht. Für ausgewählte Variablen des Gesundheitsverhaltens (Rauchen, Sport, Alkohol) zeigt sich, dass eine eher positive Gesundheitsorientierung zugleich mit einem größeren Informationsinteresse verbunden ist.

Abstract

Well-informed citizens and patients regard health policy innovations as a key element when it comes to reforms in the health service—both in health economics and with regard to prevention issues. We evaluated the data provided by the 2003 Telephone Health Survey (GSTel03) to examine demographic and social distinctions in the use of different information sources. At the same time we examined whether there are any population-related differences in people’s interest in health information depending on their levels of health awareness, attitudes to prevention and related modes of behaviour. The data generated by the survey show that there is considerable interest in health-related topics. Only 2% of the people questioned used no information sources for this purpose. In addition to more traditional media (books, newspapers, information from pharmacies), information provided by health insurance companies and via the Internet is becoming increasingly important. With the exception of the Internet, all other sources of information are used more frequently by women than by men, and demand for most of the information media increases with age. The frequency of information use and the number of different media used increase from the lower to the upper strata of society. As far as selected variables of health-related behaviour are concerned (smoking, sport, alcohol), the results show a link between a more positive attitude to health and a greater interest in information.