, Volume 62, Issue 9, pp 687-691
Date: 14 Sep 2013

Anästhesie im Angiographieraum

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Interventionelle Alternativen zu chirurgischen Verfahren genießen das positive Image der „minimalen Invasivität“. Der Siegeszug der endovaskulären Interventionen begann am 16. September 1977 in Zürich mit der ersten perkutanen transluminalen koronaren Angioplastie („percutaneous transluminal coronary angioplasty“, PTCA). Seitdem hat der Kardiologe dem Herzchirurgen das Skalpell weitgehend aus der Hand genommen; die aortokoronare Venen-Bypass(ACVB)-Thorakotomie als Ersteingriff ist vom Standard zur Ausnahme geworden. Mit geringer zeitlicher Verzögerung, aber in ähnlicher Weise, haben sich die Neuroradiologen den extra- und intrakranialen Hirngefäßen zugewandt. Zwar werden neurointerventionelle Verfahren bereits seit Anfang der 1960er Jahre eingesetzt, ihrer flächendeckenden Verbreitung standen jedoch Unzulänglichkeiten der Bildgebung und des Instrumentariums, insbesondere geeigneter Kathetermaterialien, sowie auch ein Mangel an qualifizierten Neuroradiologen entgegen. Mit der Entwicklun ...