, Volume 62, Issue 3, pp 172-174
Date: 16 Jan 2013

Regionalanästhesie bei Patienten mit Infektionen oder Immunsuppression

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Leitlinien, Richtlinien, „Behandlungspfade“, „standard operating procedures“ (SOP): Zunehmend droht die ärztliche Therapiefreiheit in Vorschriften zu ersticken. Dennoch gibt es nach wie vor Situationen, in denen ärztliche Entscheidungen gefragt sind, die eine gründliche Abwägung des „Für und Wider“ in Bezug auf ein bestimmtes Vorgehen erfordern. So auch bei der Frage, ob eine Regionalanästhesie bei einem Patienten mit einer Infektion oder bei einem immunsupprimierten Patienten durchgeführt werden kann und soll.

Kein anästhesiologischer Kollege würde vermutlich auf die Idee kommen, eine Regionalanästhesie in einem infizierten Gebiet durchzuführen. Dieses als absolute Kontraindikation zu betrachten, haben wir schon mit der anästhesiologischen Muttermilch vermittelt bekommen. Anders verhält es sich mit der Regionalanästhesie bei Patienten, die einen Infekt aufweisen, der nicht unmittelbar das Punktionsgebiet betrifft. Hier ist zu unterscheiden zwischen:

- generalisierter Infektion mit Bakte ...