, Volume 60, Issue 7, pp 605-606
Date: 20 Jul 2011

Anästhesie bei bariatrischer Chirurgie

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Infolge der Adipositasepidemie in den entwickelten Ländern der Welt [1] hat die bariatrische Chirurgie in jüngerer Zeit einen erheblichen Aufschwung genommen. Bereits in den 1950er und 1960er Jahren waren erste intestinale Bypass-Operationen (ilealer, jejunoilealer oder Dünndarm-Bypass) durchgeführt worden. Diese zielten primär auf die operative Behandlung von Magenulzera und Tumoren ab. Dabei kam es ungewollt auch zu Magenverkleinerungen oder Bypässen, sodass die Patienten nach diesen Operationen relevante Gewichtsverluste erlitten. Aufgrund erheblicher Nebenwirkungen wie Mangelernährung, bakterielle Überwucherung und Lebererkrankungen [2] wurde die Sinnhaftigkeit des jejunalen Bypasses zur Gewichtsreduktion allerdings grundsätzlich in Zweifel gezogen. Dies führte zur Entwicklung des Magen-Bypasses durch Mason u. Ito [3].

Bei der Behandlung der Adipositas scheint es mittlerweile klar zu sein, dass ein nachhaltiger Gewichtsverlust in der Mehrzahl der Fälle von morbider Adipositas nur du ...