, Volume 59, Issue 6, pp 549-554
Date: 13 May 2010

Qualität der OP-Planung

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Zusammenfassung

Hintergrund

Ziel des OP-Managements ist die effiziente Ressourcennutzung im OP-Bereich. Daher hat das OP-Management die Aufgabe, sowohl eine Unter- als auch eine Überauslastung zu vermeiden. Zusätzlich zur Prozessoptimierung im OP-Bereich sind somit auch Maßnahmen zur Qualitätssicherung der OP-Planung sinnvoll.

Methodik

Von 10.831 Operationen wurden die Planzeiten und die Istzeiten gemessen sowie die Plan-Ist-Abweichungen (Planzeit minus Istzeit) berechnet. Anschließend wurde die Verteilung untersucht, und die statistischen Kennwerte der Lagemaße und der Streumaße wurden beschrieben. Weiterhin wurde der prozentuale Anteil an Operationen berechnet, die länger als geplant angedauert hatten. Die Grundgesamtheit aller Operationen wurde anschließend in aufsteigender Reihenfolge entsprechend der Dauer der Planzeiten sortiert, in 7 Planzeitgruppen unterteilt, und diese Planzeitgruppen wurden statistisch miteinander verglichen.

Ergebnisse

Die Grundgesamtheit der Planzeiten zeigte keine Normalverteilung. Der Median der Plan-Ist-Abweichungen betrug 10 min. Dies bedeutet, dass 50% der Operationen um maximal 10 min überschätzt wurden (Istzeit < Planzeit). Insgesamt wiesen 34% der Operationen eine Istzeit auf, die länger als geplant war. Operationen mit längeren Planzeiten (>150 min) wurden hinsichtlich der zeitlichen Ausdehnung signifikant häufiger und ausgeprägter unterschätzt (Istzeit > Planzeit) als Operationen mit kürzeren Planzeiten.

Schlussfolgerungen

Operationen mit einer langen Planzeit (>150 min) sollten im untersuchten OP-Bereich präziser prognostiziert werden. Weiterhin sollten diese langen Operationen an den Anfang eines OP-Programms oder mit ausreichendem Abstand zum Ende der täglichen OP-Belegungszeit innerhalb des OP-Programms gesetzt werden. Durch diese Maßnahmen können sowohl die Unter- als auch die Überauslastung des untersuchten OP-Bereiches durch eine verbesserte OP-Planung vermieden oder zumindest vermindert werden.

Abstract

Background

Accurate scheduling of operations is essential for an efficiently used OR. The aim of this investigation was to describe the quality of OR scheduling in the analyzed OR. Furthermore suggestions for avoiding underutilization or overutilization through optimized OR planning should be addressed if possible.

Methods

The planned duration, the real duration and the differences in minutes of 10,831 operations were analyzed. The statistical distribution was determined and the median, the quartiles, the interquartile range and the number of operations with a real duration lasting longer than planned were calculated. All operations were grouped in ascending order from the shortest planned duration. All planning groups were analyzed statistically and the results were compared.

Results

The planned OR durations did not show a normal distribution and 34% of all operations showed a real duration lasting longer than planned. The median of the differences was 10 min indicating that 50% of all operations were finished within 10 min earlier than planned. Operations with planned longer durations (>150 min) showed significantly more frequently a real duration lasting longer than planned. Furthermore, the differences between planned and real durations were additionally larger when planned durations were longer than 150 min.

Conclusion

Prognosis of operations with longer planned duration (>150 min) should be improved in the OR area analyzed. Scheduling of these operations at the beginning of the OR list or with a sufficient time interval towards the end of the appointed OR block time within the OR list can avoid or at least minimize underutilization and overutilization of the OR.