, Volume 58, Issue 7, pp 731-744
Date: 11 Jul 2009

Neuromuskuläres Monitoring bei Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen

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Zusammenfassung

Die Durchführung einer Allgemeinanästhesie bei Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen stellt besondere Anforderungen an den Anästhesisten. Die Ursachen und die klinischen Befunde dieser seltenen, heterogenen Erkrankungen können sehr unterschiedlich sein. Gemeinsam ist ihnen jedoch in der Regel eine Schwäche der Skelettmuskulatur. Neben der Wahl des Muskelrelaxans und der richtigen Dosierung ist die suffiziente Überwachung der neuromuskulären Blockade notwendig. Im Gegensatz zu Gesunden, kann sich die Anwendung der Relaxometrie als schwierig erweisen. Eine kontinuierliche Überwachung der neuromuskulären Blockade ist jedoch unentbehrlich, um die Erholung der Muskelrelaxation sicher zu überwachen. Neuromuskuläre Restblockaden müssen vor dem Hintergrund des bereits erhöhten pulmonalen Risikos unbedingt vermieden werden.

Abstract

The management of general anaesthesia in patients with neuromuscular disorders remains challenging. The underlying causes and clinical presentations of these rare heterogeneous diseases are highly variable and the only common feature is usually skeletal muscle weakness. The appropriate choice and dosage of muscle relaxants are important and an adequate monitoring of the neuromuscular blockade is obligatory. Neuromuscular monitoring can be complicated because of disease-induced alterations in neurophysiology; however, continuous monitoring of the neuromuscular blockade should be realized to accurately determine the recovery from the blockade. These patients very often have an increased risk for postoperative pulmonary complications, which increases further if a residual neuromuscular blockade is present.