, Volume 55, Issue 9, pp 980-988

Behandlungsstrategien des akuten Rauchgasinhalationstraumas

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Zusammenfassung

Die Mehrzahl der tödlichen Brandunfälle ist nicht auf Brandwunden, sondern auf die Inhalation toxischer Gase während des Verbrennungsvorgangs zurückzuführen. Feuer erzeugt eine komplizierte toxische Umgebung durch Hitze, Sauerstoffverbrauch und die Entstehung toxischer Gase, wie Kohlenmonoxid und Zyanid. Die zunehmende Nutzung synthetischer Baumaterialien in Gebäuden, Möbeln, Teppichböden, elektrischen Kabelsträngen und Dekorationen erhöht das potenzielle Risiko der Inhalation toxischer Brandgase. Dieser Übersichtsartikel beschreibt die pathophysiologischen Prozesse nach Inhalationsverletzungen, die durch toxische Substanzen und Chemikalien in Rauchgasen ausgelöst werden, sowie Strategien für die notärztliche Versorgung an der Unfallstelle und die weiterführende intensivmedizinische Behandlung.

Abstract

Most fatalities from fires are not due to burns, but are a result of inhalation of toxic gases produced during combustion. Fire produces a complex toxic environment, involving flame, heat, oxygen depletion, smoke and toxic gases such as carbon monoxide and cyanide. As a wide variety of synthetic materials is used in buildings, such as insulation, furniture, carpeting, electric wiring covering as well as decorative items, the potential for poisoning from inhalation of products of combustion is continuously increasing. The present review describes the pathophysiologic effects from smoke inhalation injury as well as strategies for emergency treatment on scene and in the intensive care setting.

Wichtiger Hinweis: Die Erkenntnisse in der Medizin unterliegen laufendem Wandel durch Forschung und klinische Erfahrungen. Die Autoren dieser Übersichtsarbeit haben große Sorgfalt darauf verwendet, dass die gemachten (therapeutischen) Angaben – insbesondere hinsichtlich Indikation, Dosierung und unerwünschter Wirkungen – dem derzeitigen Wissensstand entsprechen. Dies entbindet den Benutzer nicht von der Verpflichtung, anhand der Beipackzettel zu verschreibender Präparate zu überprüfen, ob die dort gemachten Angaben von denen in diesem Artikel abweichen, und seine Verordnung in eigener Verantwortung zu bestimmen.