, Volume 34, Issue 2, p 140
Date: 16 Apr 2009

Antikoagulation bei Vorhofflimmern – Update

Erratum zu: HERZ 2008;33:556–60 DOI 10.1007/s00059-008-3179-0 Published online: 10 January 2008
Den Autoren sind unglücklicherweise auf Seite 559, linke Spalte, 2. Abschnitt, zwei Fehler unterlaufen. Sie möchten folgende Korrekturen anbringen (Änderungen in Fettschrift):
Demgegenüber wird im 2008 erschienenen deutschen Kommentar zu den o.g. Richtlinien keine prinzipielle Überlegenheit von Clopidogrel gegenüber ASS gesehen. Es wird eine Doppeltherapie (ASS plus Clopidogrel) nach Stentimplantation bei Vorhofflimmerpatienten mit einem CHADS2 -Score ≤ 1 empfohlen, und zwar für folgende Zeiträume: nach BMS für 4 Wochen, nach DES („drug- eluting stent“) für 6–12 Monate, nach Stenttherapie im Rahmen eines akuten Koronarsyndroms für 9 Monate [1]. Nach Stentimplantation sollte bei Vorhofflimmerpatienten mit einem CHADS2 -Score ≥ 2 für die o.g. Zeiträume entweder eine Kombinationstherapie (Vitamin-K-Antagonist plus ASS oder Vitamin-K-Antagonist plus Clopidogrel) oder eine Tripeltherapie (Vitamin-KAntagonist plus ASS plus Clopidogrel) durchgeführt werden [1]. Erfolgt eine Tripeltherapie, so empfehlen die aktuellen PCI-Richtlinien von 2007 aufgrund des erhöhten Blutungsrisikos einen Vitamin-K-Antagonisten mit Ziel-INR von 2,0–2,5 plus niedrigdosiertes ASS (75–81 mg/Tag) plus Clopidogrel 75 mg/Tag [9].