, Volume 34, Issue 1, pp 24-30
Date: 05 Jan 2012

Gore Bio-A Fistelplug zur Behandlung hoher Analfisteln

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Zusammenfassung

Hintergrund

Die Behandlung hoher Analfisteln ist mit einem relevanten Risiko für eine Stuhlinkontinenz behaftet. Neben den konventionellen Verfahren des plastischen Fistelverschlusses stellt die Okklusion mittels Fistelplug ein neues sphinkterschonendes Verfahren dar. In dieser Studie werden erste Ergebnisse vorgestellt.

Patienten und Methode

Zwischen November 2010 und Mai 2011 wurde bei 12 Patienten (9 m, 3 w, Alter: 52±13 Jahre) ein Fistelverschluss mit dem Gore Bio-A Fistelplug durchgeführt. Es handelte sich in allen Fällen um hohe transsphinktäre Analfisteln. Eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung war bei allen Patienten ausgeschlossen worden. Sieben Patienten waren präoperativ vollkommen kontinent, die übrigen 5 wiesen eine Inkontinenz für Luft auf (Wexner-Score: 4–9).

Ergebnisse

Im postoperativen Verlauf kam es bei einem Patienten zu einem Sekretverhalt der äußeren Wunde, der operativ behandelt werden musste. Vier Patienten klagten bei reizlosen Wundverhältnissen über vermehrte Schmerzen. Bei der Nachuntersuchung nach 6 Monaten war bei 6 Patienten die Fistel sicher verheilt. Die übrigen Fisteln waren als persistent anzusehen und wurden einem erneuten Eingriff zugeführt. Die Heilungsrate betrug somit 50%. Bei keinem der Patienten kam es zu einer Verschlechterung der präoperativen Kontinenzleistung.

Schlussfolgerung

Durch die Fistelokklusion mittels Plug konnte bei 50% der Patienten eine definitive Heilung der Fistel erzielt werden. Es wurde keine negative Beeinflussung der Stuhlkontinenz beobachtet, so dass aus unserer Sicht die Implantation eines Fistelplugs als primäre Therapieoption bei hohen Fisteln diskutiert werden muss.

Summary

Background

The treatment of high anal fistulas is associated with a high risk of stool incontinence. In addition to the conventional procedures of flap reconstruction, occlusion with a fistula plug offers a new sphincter-saving treatment option. The present study discusses initial results.

Patients and methods

Between November 2010 and May 2011 12 patients (nine men, three women, age 52 ± 13 years) underwent closure of a high transsphincteric fistula using the Gore Bio-A fistula plug. Inflammatory bowel disease could be excluded in all patients. Seven patients were continent preoperatively, while the other five complained of gas incontinence (Wexner score 4–9).

Results

During the postoperative course one patient developed an abscess of the outer wound, which required surgical management. Four patients complained of high pain levels despite no pathological findings around the wound. At 6-month follow-up, the fistulas had healed in six patients. The other fistulas were persistent and re-operation was recommended in these patients. The cure rate was 50%. No worsening in preoperative stool continence was seen.

Conclusion

By occluding high anal fistulas using a plug technique, definitive cure could be achieved in 50% of patients. No negative impact on stool continence was observed. Thus, anal fistula plug should be discussed as a primary treatment option for high anal fistulas.