Raumforschung und Raumordnung

, Volume 56, Issue 1, pp 36–42

Nordwestdeutschland und seine Regionen im Standortwettbewerb

Authors

  • Konrad Lammers
    • Abteilungsleiter Regionalökonomie und RegionalpolitikHWWA Institut für Wirtschaftsforschung
Beiträge

DOI: 10.1007/BF03183860

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Lammers, K. Raumforsch.Raumordn. (1998) 56: 36. doi:10.1007/BF03183860
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Kurzfassung

Nordwestdeutschland hat sich seit Ende der 80er Jahre günstiger entwickelt als das übrige westdeutsche Bundesgebiet. Damit hat sich ein langanhaltender räumlicher Entwicklungstrend umgekehrt. Die Ursachen hierfür liegen teils in der spezifischen Wirtschaftsstruktur Nordwestdeutschlands begründet, teils sind sie aber auch auf eine verbesserte Standortsituation zurückzuführen. So hat die deutsche Einheit und die Öffnung Osteuropas die Region besonders begünstigt. Nordwestdeutschland konnte seine Attraktivität für das Sachkapital steigern, allerdings nicht für das Humankapital. Unter anderem deshalb ist nicht sichergestellt, daß Nordwestdeutschland dauerhaft auf einen steileren Wachstumspfad eingeschwenkt ist. Hamburg ist seit Ender der 80er Jahre zur treibenden Kraft der wirtschaftlichen Entwicklung in Nordwestdeutschland geworden. Die Stadt nimmt zunehmend eine Metropolfunktion für die Region wahr. Die administrative Gliederung in Stadtstaaten und Flächenländer stellt einen Nachteil für Nordwestdeutschland im Standortwettbewerb dar, da vielfach miteinander verflochtene Wirtschaftsräume administrativ zerschnitten werden. Dadurch sind die Bedingungen für eine optimale Standortpolitik in dieser Region weniger günstig als anderswo.

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© Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) und Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) 1998