, Volume 11, Issue 3, pp 163-166

Seventh International Congress of Ecology: Symposium on “Trace Metals in the Environment”

Zusammenfassung

Der VII. Internationale Kongreß für Ökologie ergab die Möglichkeit, auch einige Spezialisten aus der ökologischen Spurenelementforschung in Florenz zusammenzubringen. Dabei zeigte sich deutlich, daß noch wesentliche Arbeit auf dem Weg zu einem generellen Verständnis der Wirkung einzelner Elemente und ihrer Spezies vor uns liegt. Obwohl auf analytischem Sektor beachtliche Durchbrüche durch die Entwicklung leistungsfähiger Methoden bewerkstelligt wurden, bleiben noch wichtige Fragen zur essentiellen und/oder toxikologischen Wirkung einzelner Spurenelemente zu beantworten. Hieraus lassen sich aus den Beiträgen der Teilnehmer des Symposiums folgende Forderungen ableiten:

  1. Es ist nicht einzusehen, daß sich die aktuelle Spurenelementforschung im wesentlichen auf nur 1/3 der chemischen Elemente des chemischen Systems der Elemente beschränkt. Mit gleicher Intensität wie Cadmium, Quecksilber und Arsen sollten auch Elemente wie beispielsweise Lanthan, Platin und Antimon in spurenanalytische Fragestellungen vermehrt einbezogen werden. Die analytischen Techniken hierfür stehen weitgehend zur Verfügung.

  2. Der Totalgehalt an Elementen ist ein erster Hinweis auf Vorkommen und Verteilung einzelner Spurenelemente in der Umwelt, bietet aber häufig nicht die Möglichkeit, etwas über deren Wirkung auszusagen. Hierzu ist es notwendig, die “Speciation”, das heißt, die Bindungsform des jeweiligen Elementes in der zu untersuchenden Umweltprobe näher zu ermitteln, um daraus mögliche Effekte und Wirkungen auf Organismen und Organismengemeinschaften abzuleiten.

  3. Die Qualität der analytischen Daten, die bei derartigen Untersuchungen gewonnen werden, sind einer strengen Qualitätskontrolle durch Einsatz und Entwicklung weiterer Referenzmaterialien, Ringanalysen und anderer Steuerungsmechanismen zu gewährleisten.

  4. Die überwältigende Datenmenge, die in den letzten 30 Jahren in der Spurenelementforschung zusammengetragen wurde, entbehrt derzeit jeglicher generalisierender Auswertung. Es wird daher vorgeschlagen die Daten, soweit sie analytisch brauchbar sind, aus den letzten 20 bis 30 Jahren in Form einer Datenbank zusammenzutragen und hieraus mögliche Zusammenhänge und notwendige Schlußfolgerungen für weitere Untersuchungen abzuleiten.

  5. Die Bioindikation bzw. das Biomonitoring sollte verstärkt betrieben werden, da Möglichkeiten einer flächendeckenden, zeitauflösenden Untersuchung einzelner Effekte spezifischer Spurenelemente eröffnet werden. Die sich hieraus ergebenden Folgerungen für mögliche Sanierungs-oder prophylaktische Maßnahmen ergaben sich nicht nur aus Forderungen in diesem Symposium, sondern auch auf weiteren Symposien des gesamten INTECOL-Kongresses.