Gesundheitsberatung Und Motivation Zu VerhaltensäNderungen Nach Dem Check Up 35 Bei Risikopatienten

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Zusammenfassung

Nach Einführung der Gesundheitsuntersuchung als Teil der hausärztlichen Regelversorgung in Deutschland wurde die Evaluation dieser Maβnahme gefordert. Da dies nachträglich im strengen Sinne nicht möglich war, verglichen wir die Intensität und Effektivität verschiedener Beratungsstrategien bei Check up-Teilnehmern.

Wir randomisierten hausärztliche Praxen in Mittelhessen und Thuringen, die sich zur Studienteilnahme bereit erklärten. Die Interventionsgruppe erhielt eine Schulung über strukturierte Patientenberatung in den Bereichen Ernährung, Rauchen, Stress und körperliche Aktivität sowie detaillierte Beratungsmaterialien, die Kontrollgruppe führte die Patientenversorgung wie bisher durch.

Wir erfaβten das Gesundheitsverhalten der Patienten anhand von Fragebögen und ermittelten die kardiovaskulären Risikofaktoren der Patienten und selektierten solche, die bisher keine intensivierte Intervention erhalten hatten, 35 - 64 Jahre alt waren und kardiovaskuläre Risikofaktoren aufwiesen, für die Studie.

Wir fanden Verbesserungen des subjektiven Gesundheitszustandes und des Wohlbefindens als Zeitejfekte ohne Gruppenunterschied. Die übrigen Parameter zeigten keine statistisch signifikanten Veränderungen, auch konnten wir keine relevanten Gruppenunterschiede bei der Beratungsintensität und Veränderung der Verhaltensparameter feststellen.

Mit einer eintägigen Schulung und Begleitmaterialien gelang es uns nicht, das Beratungsverhalten von Hausärzten so nachhaltig zu verbessern, daβ auf Patientenseite meβbare Effekte entstanden, die von den Ergebnissen motivierter Ärzte der Kontrollgruppe zu unterscheiden waren. Bei Risikofaktorträgern führte die Gesundheitsuntersuchung mit nachfolgender Beratung zu seltenem Einsatz medikamentöser Interventionen, der subjektive Gesundheitszustand der Patienten verbesserte sich jedoch erheblich.

Abstract

Since 1989 a biannual health examination has been available to the members of public insurance funds in Germany. To provide some evaluation of the measure, we studied the process and effectiveness of health counselling for participants of the regular health check-up.

Participating primary care practitioners in the lands of Hessen and Thüringen were randomized to received either instruction for health counselling (intervention group) or no training (control group). The former received also printed materials for their patients covering diet, smoking, stress and exercise. The control goup practiced usual care. Only patients with previously untreated risk factors were to be included in the study. Patients’ health behaviors as assessed by standard instruments and cardiovascular risk profiles evaluated after one year’s follow-up served as endpoints. We also studied the frequency and intensity of counselling visits.

Both groups improved with regard to their general subjective health status and wellbeing. There were no differences between intervention and control groups in cardiovascular risk-profile, health behaviours, or counselling visits.

A one day teaching session for primary care practitioners and printed materials did not induce the desired change in provider behavior, at least not to the degree that patients’ behaviors or risk factors were improved. At the same time, health status improved considerably.

Wir danken allen beteiligten Ärzten und den Helferinnen für ihre Kooperationsbereitschaft.
Die statistische Beratung verdanken wir Hem Prof. Schach, Leiter der Statistik-Abteilung
Die statistische Beratung verdanken wir Hem Prof. Schach, Leiter der Statistik-Abteilung
Herr Dr. Gluth von der Firma Boehringer Mannheim förderte die Studie durch seinen
Herr Dr. Gluth von der Firma Boehringer Mannheim förderte die Studie durch seinen
Herr Dr. Gluth von der Firma Boehringer Mannheim förderte die Studie durch seinen