, Volume 21, Issue 5, pp 247-250

Besteht in der unfallchirurgischen Notaufnahme ein erhöhtes Infektionsrisiko für das medizinische Personal durch unbekannt HIV-positive Patienten?

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Zusammenfassung

Um das Infektionsrisiko für chirurgisches Personal im Rahmen der Notfallbehandlung durch unbekannt HIV-positive Patienten abschätzen zu können, wurden 212 Verletzte in der unfallchirurgischen Notaufnahme-entsprechend der bundesdeutschen gesetzlichen Vorschrift-gebeten, ihr Einverständnis zu einem HIV-Test zu geben. Neun (4,2%) der befragten Patienten lehnten einen Test ab, drei Patienten (1,4%) gaben an, HIV-positiv oder an AIDS erkrankt zu sein. Von den schließlich getesteten 200 Verletzten war keiner HIV-positiv. Bei einer zusätzlich durchgeführten Fragebogenaktion gaben 64% der Befragten an, keine Einwände gegen die Durch-führung eines HIV-Tests ohne ihr Einverständnis vor einer operativen Behandlung zu haben. 49% würden einen HIV-Test ohne vorherige Einwilligung ohne den Hintergrund eines operativen Eingriffs ablehnen.

Abstract

In the trauma emergency room 212 patients were asked—according to German law—for a blood sample for HIV-testing. Nine (4.2%) victims rejected the test, another 3 (1,4%) did not meet the study criteria since they were previously known to be HIV-positive or suffering from AIDS disease. None of the finally tested 200 patients was HIV-positive. On an anonymous questionnaire that was handed out additionally, 64% of the patients said they would accept HIV-testing without consent prior to operative treatment. 49% would reject HIV-testing without consent in non-operative treatment.