Psychologische Forschung

, Volume 21, Issue 1, pp 311–326

Some preliminary experiments on the mutual influence of pains

Authors

  • Karl Duncker
Article

DOI: 10.1007/BF02441209

Cite this article as:
Duncker, K. Psychol. Forsch. (1937) 21: 311. doi:10.1007/BF02441209

Zusammenfassung

Ein Schmerz A schwächt einen in deutlichem Raumabstand gegebenen gleichzeitigen Schmerz P nach Maßgabe seiner relativen Intensität. Ein scharfes, eindringliches Geräusch oder eine intensive Muskelanstrengung wirken ähnlich. P wird stärker beeinflußt, wenn A noch “neu” oder (zeitlich) “Figur” gegenüber P ist. All dies deutet auf die “Dringlichkeit” von A als entscheidenden Faktor. Die Druckkomponente von P wird, wenn überhaupt, weniger beeinflußt als die Schmerzkomponente.

Weder Ablenkung der “Aufmerksamkeit” noch “Kontrast” (beides im üblichen Sinn) sind verantwortlich zu machen, und da kein Wettbewerb um die gleiche Bahn in Frage kommt, liegt auch nicht “Maskierung” (neurologisch verstanden) vor. Die Anzeichen sprechen für eine Veränderung zentraler Empfindlichkeit als Folge einer Verlagerung des Dringlichkeitszentrums.

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