Psychologische Forschung

, Volume 18, Issue 1, pp 299–342

Über die Wirkung von Bereichsbildungen im Spurenfeld

  • Hedwig von Restorff
Analyse von Vorgängen im Spurenfeld

DOI: 10.1007/BF02409636

Cite this article as:
von Restorff, H. Psychol. Forsch. (1933) 18: 299. doi:10.1007/BF02409636

Zusammenfassung

In monotonen Reihen artgleichen Materials, wie sie die klassische Gedächtnispsychologie verwendet hat, wirken intensive Kräfte, die die entstandene Lernwirkung aufzuheben tendieren. Reihenglieder, die nicht in so monotoner Häufung gegeben werden, erreichen deshalb weit höhere Reproduktionswerte als Glieder in Häufungsstellung. Indessen beruht die untersuchte Schädigung nicht einfach auf der Nachbarschaft vieler einander artgleicher Glieder, sondern auf Bereichsbildung und auf Absorption der Glieder in Bereichen, die durch gleichmäßigen Reihenverlauf begünstigt wird. Prüfung des Wiedererkennens anstatt der Reproduktion führt zu demselben Ergebnis, jedoch anscheinend in schwächerer Form. — Rückwirkende und vorwärtswirkende Hemmung sind Nebenformen im Prinzip der gleichen Schädigung. Dem niederen Grade, mit welchem die Bereichswirkung bei Prüfung des Wiedererkennens wirksam zu werden scheint, dürfte Ausbleiben einer vorwärtswirkenden und rückwirkenden Hemmung bei derselben Prüfungsart entsprechen.

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© Verlag von Julius Springer 1933

Authors and Affiliations

  • Hedwig von Restorff
    • 1
  1. 1.Psychologischen Institut der Universität BerlinBerlinDeutschland