Planta

, Volume 40, Issue 4, pp 333–345

Über die Blattstellung Einiger Hydrocharitaceen-Embryonen

  • Barbara Haccius
Article

DOI: 10.1007/BF01914814

Cite this article as:
Haccius, B. Planta (1952) 40: 333. doi:10.1007/BF01914814

Zusammenfassung

Abweichend vom Verhalten der meisten Monokotylen beginnt die Plumula einiger Vertreter der Helobiae mit 2 einander opponierten und seitlich von der Mediane des Kotyledos inserierten Blättern. BeiEnalus acoroides wird die transversale Keimlingsdistichie an der Beblätterung der erwachsenen Pflanze beibehalten.

BeiStratiotes aloides folgen in der Mehrzahl der Fälle (42 von 48) auf die beiden ersten Laubblätter alternierende Scheinwirtel von je 3 Primordien.

Diese 1/3-Stellung wurde als Sonderform einer spirotrophen Zweizeiligkeit beschrieben, zutreffender ist die Annahme einer Blastostichenvermehrung, also einerontogenetisch aus Spirodistichie sich entwickelnden Spirotristichie.

Dreizeilig ist auch die Anordnung der Laub- und Perianthblätter der erwachsenenStratiotes-Pflanze. Jedes sechste Blatt trägt eine Achselknospe.

Die übrigen Stratiotoideae zeigen Fertilität jedes zweiten Blattes bei medianer Anfangsdistichie, Spirodistichie und Übergang zu Dreizeiligkeit in der Blüte.

Grundsätzlich dieselbe Stellungsfolge ist beiStratiotes auf die ersten 5 Primordien zusammengedrängt. Diese Deutung wird bestätigt durch 6 abweichend ausgebildete Embryonen mit gedreht zweizeiliger Anordnung der Primordien bzw. größenmäßigem Überwiegen des im Extremfall dem Kotyledo opponierten ersten Blattes gegenüber dem zweiten.

Copyright information

© Springer-Verlag 1952

Authors and Affiliations

  • Barbara Haccius
    • 1
  1. 1.Botanischen Institut der Universität MainzMainz

Personalised recommendations