Virchows Archiv für pathologische Anatomie und Physiologie und für klinische Medizin

, Volume 269, Issue 2, pp 446–457

Die Mischgeschwülste der Leber

Mit besonderer Berücksichtigung eines Falles von geplatzter Mischgeschwulst der Leber bei einem Neugeborenen

Authors

  • Werner Nissel
    • Pathologischen Institut des Krankenhauses der Jüdischen Gemeinde zu Berlin
Article

DOI: 10.1007/BF01892366

Cite this article as:
Nissel, W. Virchows Arch. path Anat. (1928) 269: 446. doi:10.1007/BF01892366

Zusammenfassung

Mischgeschwülste der Leber gehören zu den seltensten Gewächsen.

Es gelangte eine Mischgeschwulst der Leber zur Beobachtung, die bei einem Neugeborenen kurz nach der Geburt durch Platzen zur Verblutung geführt hatte.

Sie enthielt nebeneinander gewucherte epitheliale und bindegewebige Bestandteile von anscheinend bösartigem Charakter, sowie Knorpel- und Knochengewebe.

Es kann angenommen werden, daß diese Geschwulst aus ausgeschalteten epithelialen und Bindegewebszellen der embryonalen Leberanlage entstanden ist.

Die Entwicklung von Knorpel und Knochen kann durch progressive Metaplasie im Sinne vonLubarsch erklärt werden, wobei die Möglichkeit, daß das metaplastisch gebildete Gewebe auch aktiv weiter gewuchert ist, nicht ausgeschlossen werden kann.

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