Zur Histopathologie und Therapie der Schreckthyreotoxikose des Wildkaninchens

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Zusammenfassung

Histopathologische und therapeutische Untersuchungen zur Schreckthyreotoxikose des Wildkaninchens werden an einem Material von 100 Tieren durchgeführt. Unbehandelt führt diese zum Tode; eine VerlÄngerung der Lebenserwartung wird durch Thyreoidektomie oder interne Therapie mit antithyreoidalen Substanzen (Methylthiouracil, Thiothyr). Jod oder einer Kombination beider Prinzipien erzielt. Histometrische Ergebnisse erbringen den statistisch gesicherten Beweis einer morphologisch-spezifisch epithelerhöhenden Wirkung für MTU oder Thiothyr und einer durch Jod bedingten Abflachung des Pollikelepithels. Die kombinierte Therapie eines Thioharnstoffderivates mit Jod führt in AbhÄngigkeit vom Anteil elementaren Jods zu einer zunehmenden histologischen Ruhigstellung der Schilddrüse.

Ein therapeutischer Einflu\ von Vitamin-A-Emulsionen auf die Schreckthyreotoxikose des Wildkaninchens wurde nicht festgestellt.

Zum Wirkungsmechanismus der Thioharnstoffverbindungen wird nachgewiesen, da\ sie als Substrate in den Peroxyd-Peroxydasekomplex eingreifen und über eine Reduktion von H2O2 zur Inaktivierung des Enzymsystems führen. Dadurch unterbleibt die peroxydativ katalysierte Oxydation des Jodids zum freien Jod und sein organischer Einbau im Rahmen der Thyroxinsynthese.

Die therapeutischen Versuche ergeben deutliche Parallelen zu den Ergebnissen klinischer Behandlungsmethoden und unterstreichen die Bedeutung eines für die experimentelle Schilddrüsenforschung unentbehrlichen Tiermaterials, an dem mit RegelmÄ\igkeit und. ohne exogen hormonale Beeinflussung eine Thyreotoxikose auszulösen ist.

Die Arbeit wurde mit Unterstützung der Chemischen FabrikPromonta, Hamburg, durchgeführt, der wir auch an dieser Stelle danken.