Zur Pharmakologie des Galegins

  • Helmut Müller
  • Helmuth Reinwein
Article

DOI: 10.1007/BF01862957

Cite this article as:
Müller, H. & Reinwein, H. Archiv f. experiment. Pathol. u. Pharmakol (1927) 125: 212. doi:10.1007/BF01862957

Zusammenfassung

Das Galegin bewirkt bei Kaninchen eine Hyperglykämie. Diese findet sich nach Verabreichung größerer Dosen auch beim Hunde. Nach kleinen Gaben dagegen kommt es bei Hunden zu einer Senkung des Blutzuckers.

Bei Hunden, denen das Pankreas entfernt wurde, zeigt sich nach Galeginverabreichung ebenfalls eine Verminderung des Blut- und Harnzuckers. Galegin setzt auch beim normalen wie zuckerkranken Menschen den Blutzucker herab.

Die hyperglykämische Wirkung des Galegins kommt durch eine Reizung des Sympathikus zustande, wie durch Untersuchungen am enukleierten Froschbulbus, am Froschgefäßpräparat, am isolierten Katzendarm und durch das Verhalten des Blutdruckes gezeigt werden konnte.

Wie beim Adrenalin kann die durch Galegin verursachte Hyperglykämie durch Ergotamin verhindert werden.

Nach Verabreichung von Galegin und Ergotamin kommt es bei Kaninchen und Hunden zu hypoglykämischen Krämpfen.

Es besteht die Möglichkeit, daß die Verminderung des Blutzuckers nach Galegin- und Synthalinverabreichung durch Reizung der inneren Sekretion der Bauchspeicheldrüse auf dem Wege des parasympathischen Nervensystems zustande kommt.

Copyright information

© Verlag von F. C. W. Vogel 1927

Authors and Affiliations

  • Helmut Müller
    • 1
    • 2
  • Helmuth Reinwein
    • 1
    • 2
  1. 1.Physiologischen Institut der Universität KönigsbergKönigsbergDeutschland
  2. 2.Medizinischen Klinik der Universität WürzburgWürzburgDeutschland

Personalised recommendations