Untersuchungen über die Sauerstoffsättigung des menschlichen Arterienblutes

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Zusammenfassung

Es wird eine Methode beschrieben, die auf unblutigem Wege eine fortlaufende Registrierung der arteriellen Sauerstoffsättigung beim Menschen gestattet. Es wird besonders auf das Fehlen respiratorischer Schwankungen der arteriellen Sauerstoffsättigung beim Menschen hingewiesen und das Verhalten der Sauerstoffsättigung bei Sauerstoffatmung, Hyperventilation, Mangelatmung, beim Sprechen, Singen usw. eingehend beschrieben. Genauer wird der Abfall Sprearteriellen Sauerstoffsättigung in der Atempause untersucht. Es zeigt sich dabei, daß bei einer Reihe von Atempausen in verschiedenen Atemstellungen die Geschwindigkeit des Abfalls der Sauerstoffsättigung eine Funktion des Alveolarvolumens während der Atempause ist. So ergibt die Registrierung des Sauerstoffabfalls zusammen mit einer genauen Atemvolumenschreibung bei einer Reihe von Atemstillständen bei körperlicher Ruhe eine neue Methode der Bestimmung der Residualluft und der Gesamtkapazität der Lunge. Bei gleichem Alveolarvolumen hängt die Geschwindigkeit des Sauerstoffsättigungsabfalls in der Atempause ab vom Sauerstoffverbrauch, kann also ein Maß der Stoffwechselgröße der Versuchsperson sein. So wurde in der Erholungsphase nach schwerer körperlicher Arbeit das Verhalten der Sauerstoffsättigung, des Sauerstoffverbrauchs in der Atempause, der Geschwindigkeit des Sauerstofftransports von der Lunge bis in die Kapillaren des großen Kreislaufs untersucht und die Bedeutung dieser Faktoren besprochen.

Mit 6 Textabbildungen