Zeitschrift für Physik

, Volume 64, Issue 11, pp 781–798

Der Niedervoltbogen

  • M. J. Druyvesteyn
Article

DOI: 10.1007/BF01773007

Cite this article as:
Druyvesteyn, M.J. Z. Physik (1930) 64: 781. doi:10.1007/BF01773007

Zusammenfassung

Zwei Theorien des Niedervoltbogens werden besprochen, und zwar die Theorie von Holst und Oosterhuis und die von Compton und Eckart. Diese letztere wurde etwas erweitert und als die wahrscheinlichste Erklärung des Niedervoltbogens betrachtet. Die Erweiterung besteht in der Annahme einer Energieübertragung von schnellen auf langsame Elektronen; diese Wechselwirkung zwischen Elektronen wird bei großer Elektronenkonzentration (größer als 1012) häufig auftreten müssen. Sodann wurde das Spektrum des Ar-Niedervoltbogens besprochen. An Ar- und Ne-Niedervoltbogen wurden Sondenmessungen vorgenommen, wobei ein Potentialmaximum von ungefähr 11,4 Volt (in bezug auf die Spannung der Kathode) bei Ar und 18,5 Volt bei Ne gefunden wurde, entsprechend der Anregungsspannung der 1s-Niveaus bei Ar (11,7 Volt) und der 2p-Niveaus bei Ne (18,5 Volt). Die höchste Elektronenkonzentration beträgt ungefähr 2. 1012 Elektronen/cm3. Die Sondentheorie von Langmuir und Mott-Smith wird erweitert. Mit der Formel (3) in § 5 kann man aus der Sondencharakteristik durch zweimaliges Differenzieren die Geschwindigkeitsverteilung der Elektronen finden.

Copyright information

© Springer-Verlag 1930

Authors and Affiliations

  • M. J. Druyvesteyn
    • 1
  1. 1.Natuurkundig Laboratorium der N. V. Philips' GloeilampenfabriekenEindhoven