Subtidal Ecology — Particularly As Studied By Diving Techniques

Helgoländer wissenschaftliche Meeresuntersuchungen

, Volume 15, Issue 1, pp 294-352

Die Tauchmethode, ihre Aufgaben und Leistungen bei der Erforschung des Litorals; eine kritische Untersuchung

  • Rupert RiedlAffiliated withI. Zoologisches Institut der Universität Wien

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Zusammenfassung

1. In den beiden letzten Jahrzehnten hat das wissenschaftliche Tauchen weite Verbreitung gefunden. Die gewonnenen Erfahrungen werden zusammengefaßt und in fünf Punkten kritisch erörtert.

2. Als Methode zeigt die Taucherei vier Stufen der Entwicklung. Motive und Schwerpunkte haben sich dabei verlagert. Technisch und unter günstigen Bedingungen entbehrt sie bereits aller Schwierigkeiten, unter ungünstigen aber ist sie ein gefährliches und untaugliches Verfahren geblieben. Die entscheidenden Punkte werden herausgestellt.

3. Im Prinzip geht es um das Gewinnen von Anschauung, um die koordinierte Gewinnung komplexer Nachrichten. Derlei ist besonders in jenen Disziplinen vonnöten, welche sich, im Vorfeld der Kausalanalyse, mit der Beschreibung der Korrelationen zusammengesetzter Erscheinungen befassen. Verhaltensforschung und Ökologie stehen hier an erster Stelle. Jenseits jener engen Grenzen, die dem Taucher zeitlich-örtlich gesetzt sind, kann das Gebiet der Anschauung apparativ geradezu beliebig erweitert werden, wenn das Tauchen zur propaedeutischen Disziplin wird und man auf dieser Grundlage konsequent weiterbaut. Vorschläge zu einer ökonomischen Entwicklung und zum Schutz der Mannschaften werden gemacht.

4. Die Fragestellungen gruppieren sich um die Kontrolle der konservativen Geräte, um die komplexen anorganischen Merkmale unter geologischen, geomorphologischen und mikroklimatologischen Gesichtspunkten; ganz überwiegend aber um jene organischen Beziehungen, die Organismen und Milieu oder Organismen milieuabhängig miteinander verbinden. Stets sind es Erscheinungen, die erst am Ort ihres Wirkens aufgesucht und analysiert werden müssen, bevor sie zerlegt im Experiment nachgeahmt werden können. Typische Beispiele werden vorgelegt.

5. Die Arbeitsgebiete und ihre Schwerpunkte hängen mit der räumlichen Dichte der freilegbaren Phänomene zusammen. Im Küstenpelagial sowie auf den mobilen Seeböden sind sie in der Entwicklung begriffen; im Gebiet hochstrukturierter stabiler Seeböden sind sie schon entstanden: In den Schattengebieten und im Phytal des Felslitorals, im Korallenriff, teils auf den sekundären Hartböden. Sie werden in Übersichten zusammengestellt.

6. Die Lage dieser direkten Litoralforschung ist derzeit noch durch einen pionierhaften Zustand gekennzeichnet, der durch das Nachholen von Arbeitsbasen bis dicht an das natürliche Milieu sowie von Experiment und Kausalanalyse, überwunden werden kann. Feldstationen und Naturschutz im Litoral werden empfohlen.

The diving method, its tasks and capacity for exploring the littoral; a critical review

Abstract

Scientific diving, which was started in 1780 in the Gulf of Naples, has been developed into an important technique for obtaining new knowledge in marine biology. Some 2000 people are presently engaged in scientific diving; their work is more valuable than that of mechanical scraping and dredging. Four different stages of development are discussed on the basis of numerous citations. There are no difficulties under favourable conditions and with good technical equipment; without this, diving is still a dangerous and useless endeavour. The aim is to obtain coordinated information in the fields of ecology, behaviour of submarine organisms, geology, geomorphology and microclimatology. Moreover, the relationships depending upon the place and connecting the place with the organism must be explored first by diving, and then they can be tested by experiments. A survey of the different working places is given, and diving equipments and their necessary technical improvements for the future are described. As the direct exploration of the littoral is still somewhat in the pioneering stage — though the volume of our detailed knowledge has been significantly increased by diving — the founding of working bases, field stations, etc., is suggested. It is also proposed that governments give natural protection to the as yet untouched littoral districts by making some areas inaccessible to traffic, industry, tourism, and all other use except that of scientific research. It would be one of the most noble tasks of European States to secure some well chosen square miles of their littoral in order to promote science and to be respectful towards that part of nature where the cradle of life was on our globe. The possibility of submarine photos taken by the diver employing a T. V. device fixed on a steerable carriage, and by a diving chamber, are mentioned. The principal aim is to observe and secure information. The scientific diver will help to render the automatic mechanism more efficient to develop the photo and data processing stations, so that in the future these apparatuses can work satisfactorily and quite independent of the diver.