Eine neue Darstellungsweise von Triazolen

  • Karl Brunner
Article

DOI: 10.1007/BF01524682

Cite this article as:
Brunner, K. Monatshefte für Chemie (1915) 36: 509. doi:10.1007/BF01524682

Zusammenfassung

Sekundäre Säureamide, als deren Prototyp das Diacetamid gelten kann, reagieren mit Semicarbazid- und Phenylhydrazinsalzen wie β-Diketone unter Bildung von Triazolderivaten.

Da nun anderseits durch die Untersuchung von Th. Posner festgestellt ist, daß β-Diketone eine deutliche Herabminderung der Reaktionsfähigkeit der Ketongruppen, insbesondere in der Nachbarschaft von Phenylgruppen erkennen lassen, so erscheint es begreiflich, daß Dibenzamid erst bei höherer Temperatur und auch da in geringer Menge die Bildung von Diphenyltriazol zuläßt. Die Verbindungen, welche die vorliegende Untersuchung lieferte, sind mit Ausnahme einiger Salze, so der Quecksilberchloridverbindung des Dimethyltriazols und der Doppelverbindung mit Silbernitrat, der Quecksilberchloridverbindung des Phenyldimethyltriazols schon bekannt.

Neu ist vor allem die Erkenntnis, daß Diacylamide mit Semicarbazid- und Phenylhydrazinsalzen glatt Triazolderivate bilden.

Copyright information

© Buchhändler der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften 1915

Authors and Affiliations

  • Karl Brunner
    • 1
  1. 1.Chemischen Institut der k. k., Universität in InnsbruckDeutschland

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