Zeitschrift für Physik

, Volume 40, Issue 10, pp 742–764

Zur Deutung der Molekelspektren. I

Article

DOI: 10.1007/BF01400234

Cite this article as:
Hund, F. Z. Physik (1927) 40: 742. doi:10.1007/BF01400234

Zusammenfassung

Als Analogon zur mehratomigen Molekel wird mit Hilfe der Quantenmechanik ein System von einem Freiheitsgrad untersucht, dessen potentielle Energie mehrere Minima hat. Es ergibt sich die Möglichkeit der Zuordnung der stationären Zustände eines solchen Systems zu denen von Teilsystemen, die durch unendliches Entfernen der Minima voneinander oder durch Unendlichwerden der potentiellen Energie zwischen ihnen entstehen. Entsprechend ergibt sich (im Gegensatz zur klassischen Theorie) ein adiabatischer Zusammenhang zwischen den Zuständen zweier getrennter Atome oder Ionen, den Zuständen einer zweiatomigen Molekel und den Zuständen eines Atoms, das durch Vereinigung der Kerne entstanden gedacht werden kann. Dieser Zusammenhang gestattet die Angabe eines qualitativ gültigen Termschemas der Molekel und erlaubt eine Erläuterung der Begriffe „polare Molekel“ und „Ionengitter”.

Copyright information

© Springer-Verlag 1927

Authors and Affiliations

  • F. Hund
    • 1
  1. 1.Universitetets Institut for teoretisk FysikKopenhagen