Österreichische botanische Zeitschrift

, Volume 112, Issue 3, pp 392–406

Campanula tommasinianaKoch undC. waldsteiniana R. et S.: Zur Zytotaxonomie zweier mediterraner Reliktsippen

Authors

  • Jürgen Damboldt
Abhandlungen

DOI: 10.1007/BF01372959

Cite this article as:
Damboldt, J. Osterr bot Z (1965) 112: 392. doi:10.1007/BF01372959

Zusammenfassung

  1. 1.

    Zwei mediterraneCampanula-Arten, C.tommasinianaKoch undC. waldsteiniana R. et S., werden zytotaxonomisch untersucht.

     
  2. 2.

    Das Meioseverhalten der reinen Arten und der künstlich hergestellten reziproken Bastarde werden untersucht. Beide Bastarde zeigen gegenüber den Elternpflanzen eine nur leichte Senkung der Fertilität und stehen morphologisch zwischen ihnen. Kreuzungsversuche mit anderen Sippen aus der isophyllenC. garganica- undC. fragilis-Gruppe und verschiedenen Sippen aus der heterophyllenC. rotundifolia-Verwandtschaft blieben erfolglos. Jedoch konnte ein völlig steriler Bastard zwischenC. tommasiniana undC. morettiana hergestellt werden.

     
  3. 3.

    Die Morphologie und systematische Stellung der Arten werden besprochen und ihre Areale in einer Punktkarte dargestellt. Beide Sippen stellen zwei nahe verwandte, aber schon lange geographisch isolierte diploide Reliktsippen dar, die systematisch am besten zusammen mit einigen anderen Arten in eine eigene Subsektion zu stellen wären, die neben den isophyllen Gruppen und den Vertretern der SubsektionHeterophylla (Wir.)Fed. stehen würde.

     

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