Zeitschrift für Physik

, Volume 23, Issue 1, pp 388–410

Über den Einfluß der Deformierbarkeit der Ionen auf optische und chemische Konstanten. I

Authors

  • M. Born
  • W. Heisenberg
Article

DOI: 10.1007/BF01327603

Cite this article as:
Born, M. & Heisenberg, W. Z. Physik (1924) 23: 388. doi:10.1007/BF01327603

Zusammenfassung

Unter der Deformierbarkeit α eines Atoms oder Ions verstehen wir den Betrag des elektrischen Momentes, den eg im Felde 1 annimmt. — Der Wert von α läßt sich aus den Rydberg und Ritz-Korrektionen der Serienspektra ableiten. Man erhält dabei ver-schiedene Werte, je nachdem man die azimutale Quantenzahl k ganz- oder halbzahlig annimmt. Die so erhaltenen α-Werte ge-nügen mit beträchtlicher Genauigkeit dem Gesetze α=C Zeff.−3, wo die zur Bestimmung von Zeff. benutzte Abschirmungszahl un-gefähr mit der für die Röntgenterme gültigen übereinstimmt. Die Einordnung der aus der Atomrefraktion bestimmten α-Werte der Edelgase in dieses Gesetz führt dazu, daß k halbzahlig gewählt werden muß. Unter Heranziehung der Refraktion der Salze läßt sich dann eine vollständige Tabelle der α-Werte aller edelgasähnlichen Ionen aufstellen; mit Hilfe dieser Zahlen wird die Sublimationswärme der Alkalihaloide in guter Übereinstimmung mit der Beobachtung berechnet; die wichtigsten Eigenschaften der Salzmolekel lassen sich dann numerisch vorhersagen.

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